Steglitz-Zehlendorf

Berlins Gaga-Radweg soll bis Montag verschwunden sein

Der irre Zickzack-Radweg in Zehlendorf erlangte internationale Berühmtheit. Nun wurde eine Firma mit der Beseitigung beauftragt.

Nein, dies ist kein analoges Tetris-Spiel von Schülern. Dies ist ein Fahrradweg auf der der Leo-Baeck-Straße in Steglitz-Zehlendorf.

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Berlins berühmtester Radweg, der wegen seiner Zickzack-Markierung bundesweit für Kopfschütteln sorgte, kommt weg. Die zuständige Firma sei beauftragt worden, die Markierung bis Montag zu entfernen, hieß es am Freitag aus dem Büro der zuständigen Bezirksstadträtin von Steglitz-Zehlendorf, Maren Schellenberg.

Der etwa 200 Meter lange Radweg in einer Seitenstraße im gutbürgerlichen Südwesten der Stadt hatte viel Spott ausgelöst: Die Markierungen sind in Höhe der Straßenbäume jeweils versetzt. Wer den Weg entlangradeln will, muss also im Zickzack fahren - nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Warum die Firma ihn so markierte, ist unklar.

Im Internet brachte es der Gaga-Radweg zu einiger Berühmtheit und beflügelte die Fantasie vieler Nutzer. Von Streetart, Alkohol-Teststrecke oder einer neuen Touristenattraktion war die Rede. Andere fanden ihn schlicht „idiotisch“.

Die CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung hat bereits angekündigt, dass Berlins absurdester Radweg ein Nachspiel haben wird. „Ich rechne fest damit, dass es eine Untersuchung im Rahmen der Bezirksverordnetenversammlung geben wird“, sagt Torsten Hippe, Vorsitzender der CDU-Fraktion. Aufklärung fordert auch Stefan Förster (FDP), Mitglied im Abgeordnetenhaus. In einer Anfrage will er vom Parlament Einzelheiten über die Auftragsvergabe, Konsequenzen und die Kosten des Radweges erfahren.

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