An einer Einrichtung für Kinder mit sonderpädagogischem Lernbedarf, der „Lerngruppe Lindenhof“ in Zehlendorf, wurde ein Sozialpädagoge vorläufig vom Dienst suspendiert. Der Pädagoge soll am 22. September im Rahmen des Unterrichtes Rollenspiele mit den Kindern gemacht haben. Dabei soll er mehrere Kinder misshandelt haben. Die Vorwürfe der Misshandlung erhebt die Mutter eines zehnjährigen Jungen. Auch andere Kinder sollen während des Unterrichtes misshandelt worden sein. „Es wird wegen des Verdachtes der Misshandlung von Schutzbefohlenen ermittelt“, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage der Berliner Morgenpost. „Das Ermittlungsverfahren führt ein Fachkommissariat beim Landeskriminalamt.“
Arm verdreht und Plastikeimer zersplittert
Der Berliner Schulverwaltung ist der Fall seit ungefähr zwei Monaten bekannt. „Wir befassen uns seit Ende September mit den Vorwürfen. Der Mann ist derzeit vom Dienst suspendiert“, sagte Ilja Koschembar, Sprecher für Familie und Jugend. „Die Schulverwaltung prüft die erhobenen Vorwürfe.“ Es hätte bereits mehrere Elternabende zu diesem Thema gegeben. Auch die Kinder seien bereits befragt worden. „Die Entscheidung über eine weitere Beschäftigung des Sozialpädagogen steht noch aus.“ Sie sei abhängig von den Ergebnissen der polizeilichen Ermittlungen.
Nach Angaben Koschembars soll der Erzieher bei dem sogenannten Rollenspiel „Ein Nachmittag ohne Regeln“ dem Zehnjährigen den Arm verdreht und ihn dann auf einen Tisch gedrückt haben. Er soll außerdem einen Papierkorb mit so großer Wucht auf einen Tisch gestellt haben, dass der Plastikeimer dabei zersplittert ist. Insgesamt waren vier Kinder an dem Rollenspiel beteiligt.
„Der Träger der Lerngruppe Lindenhof hatte den Vorfall der Einrichtungsaufsicht bei der Jugendverwaltung gemeldet“, sagte der Sprecher. Diese gehört zur Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft.
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