Villa Thiede

Neue Saison beginnt mit einer verschollenen Rarität

Mit der Präsentation eines verschollen geglaubten Gemäldes von George Mosson und weiteren 80 Arbeiten der Berliner Secession eröffnet die Villa Thiede ihre neue Ausstellung nach der Winterpause. Jetzt will sich Stifter und Sammler Jörg Thiede den Expressionisten zuwenden.

Foto: Sergej Glanze

Fast 30 Jahre stand das Bild in einem Weddinger Keller. Beim Aufräumen fiel es einem Familienvater in die Hände, der sich erinnerte, ähnliche Bilder in der Ausstellung der "Villa Thiede" am Wannsee gesehen zu haben. In einer Plastiktüte brachte er das Fundstück zu Kunstsammler und Stifter Jörg Thiede, der die Rarität sofort erkannte: George Mosson "Blumen im Spankorb" (1912) sind seit gestern erstmals öffentlich zu sehen.

Es gehört zu mehr als 80 Arbeiten der Berliner Secession, die unter dem Titel "Sammlung Thiede" in der ersten Ausstellung nach der Winterpause in der Villa, Am Großen Wannsee 40, gezeigt werden (Di.-So. 12 bis 18 Uhr, Eintritt 5 Euro). "Heute bin ich am Ziel", sagt Jörg Thiede zur Ausstellungseröffnung. Zumindest was diese Sammlung angehe. Denn nach den Impressionisten, wie Liebermann und Leistikow, will sich der 70-Jährige jetzt den Expressionisten zuwenden. Emil Nolde ist sein nächstes großes Thema.