Flüchtlinge

Spandauer Kaserne dient jetzt als Flüchtlingsunterkunft

Die Schmidt-Knobelsdorf-Kaserne in Spandau wird nun als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Rund tausend Flüchtlinge finden dort Obdach.

Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) stellt ab dem 28. August die Schmidt-Knobelsdorf-Kaserne in Spandau als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung

Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) stellt ab dem 28. August die Schmidt-Knobelsdorf-Kaserne in Spandau als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung

Foto: Soeren Stache / dpa

Eine neue Unterkunft für Flüchtlinge ist gefunden: Innensenator Frank Henkel (CDU) stellte am Freitag die Schmidt-Knobelsdorf-Kaserne in Spandau zur Verfügung. "Sie kann bis über den Winter als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden", sagte Henkels Sprecher, Stefan Sukale, der Berliner Morgenpost.

Dort ist Platz für 600 bis 1000 Flüchtlinge. Die Kaserne wird normalerweise von der Berliner Polizei für sogenannte Großlagen genutzt – wie beispielsweise am 1. Mai. Rund tausend Polizisten aus anderen Bundesländern finden jährlich wegen der zu erwartenden Krawalle in der Schmidt-Knobelsdorf-Kaserne Platz.

In den vergangenen Wochen war lange über die Kaserne verhandelt worden, die Sozialsenator Mario Czaja (CDU) angesichts des Flüchtlingszustroms als Unterkunft nutzen wollte. Henkel lehnte zunächst eine längerfristige Nutzung für Asylbewerber ab, da man polizeiliche Großlagen nicht vorhersehen könne und geltende Verträge habe.

Da aber auch am Donnerstagabend wieder rund 300 neue Flüchtlinge ohne Obdach in Berlin waren und schnell versorgt werden mussten, wurde die Kaserne am Freitag frei gegeben. Noch am gleichen Tag sollen die ersten Asylbewerber einziehen, sagte Czaja. Für die Polizei soll nun ein Ersatzobjekt gesucht werden.

© Berliner Morgenpost 2017 – Alle Rechte vorbehalten.