Berlin-Spandau

BVG will öfter Busse über die Freybrücke fahren lassen

Foto: Marion / Marion Hunger

Weil die Freybrücke in Spandau für Fahrzeuge mit mehr als 18 Tonnen Gewicht gesperrt ist, sind einstöckige BVG-Busse auf der wichtigen Verbindung oft überfüllt. Nun soll die Linie M49 ausgebaut werden.

Durch den Einsatz zusätzlicher Busse wollen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) das Nahverkehrsangebot in Spandau verbessern. Vor allem im Berufsverkehr sind die Busse auf der Metrobuslinie M49 (Heerstraße/Nennhauser Damm – Bahnhof Zoologischer Garten) oft überfüllt.

Weil die Freybrücke über die Havel seit zwei Wochen für Fahrzeuge mit mehr als 18 Tonnen Gewicht gesperrt ist, kann die BVG auf der wichtigen Verbindung in die Innenstadt nur kleine Busse einsetzen. Die bieten aber nur Platz für etwa 60 Fahrgäste, üblicherweise fahren dort Doppeldecker und Gelenkbusse mit mehr als der doppelten Kapazität.

Wegen der eingeschränkten Durchlassfähigkeit der Freybrücke hat die BVG zudem die Linie X49 (Staaken – Messe Nord/ICC) ganz eingestellt. Speziell während der Grünen Woche klagten Fahrgäste über das fehlende Angebot.

Die BVG plant nun, dass die Busse auf der Linie M49 häufiger fahren – statt im aktuellen Zehn-Minuten-Takt im Abstand von sechs bis sieben Minuten. Der neue Fahrplan soll allerdings erst nach Ende der Winterferien, also frühestens ab 10. Februar 2014 in Kraft treten. „Wir müssen dafür zusätzliche Fahrzeuge anmieten, weil die BVG nicht genügend kleinere Busse hat“, begründete BVG-Sprecherin Petra Reetz den langen Vorlauf. Zudem werde Zeit für die Änderung der Dienstpläne der Busfahrer benötigt. Entspannung wird es voraussichtlich erst im August geben.

Bis dahin soll eine Behelfsbrücke über die Havel fertiggestellt sein, über die dann auch wieder die bis zu 26 Tonnen schweren Doppeldeckerbusse fahren können. Die marode Freybrücke soll dann durch einen Neubau ersetzt werden.

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