Sperrung

Freybrücke wird zum Teil wieder freigegeben

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Foto: Marion / Marion Hunger

Die Freybrücke in Spandau war am Montagmorgen völlig überraschend für den Lkw-Verkehr gesperrt werden, weil sie marode ist. Jetzt soll sie aber wieder auch für schwerere Fahrzeuge freigegeben werden.

Die Senatsverwaltung für Verkehr hat am Freitag die Einschränkungen zum Befahren der maroden Freybrücke auf der Heerstraße in Spandau teilweise wieder aufgehoben. Nach Untersuchungen durch Experten und einer Verstärkung der Brückenkonstruktion dürfen ab sofort Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht über 18 Tonnen die Havelüberführung im Zuge der Bundesstraßen 2 und 5 auf einer Spur je Fahrtrichtung wieder nutzen. Am Montag war die sechsspurige Freybrücke für Fahrzeuge über zehn Tonnen gesperrt worden, weil sich das sanierungsbedürftige Bauwerk gesetzt hatte. Nach Untersuchungen des Haupttragwerks habe ein Prüfingenieur die Freigabe erteilt, hieß es.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wollen die Busverbindungen zwischen Spandau und Charlottenburg nach der Lockerung der Gewichtsbeschränkung wieder verbessern. Von Montagmorgen an soll zumindest die unterbrochene Buslinie M49 wieder durchgängig im Zehn-Minuten-Takt mit Eindeckerbussen, die ein zulässiges Gesamtgewicht von 18 Tonnen haben, über die Freybrücke verkehren. „Eine frühere Umstellung des Verkehrs ist wegen des organisatorischen Vorlaufs nicht möglich“, teilte das Unternehmen mit.

Eindecker können nur 60 Fahrgäste aufnehmen

Da die Eindecker nur 60 Fahrgäste aufnehmen können, wird die Platzkapazität auf der Linie jedoch eingeschränkt sein. Die sonst auf der Heerstraße eingesetzten Doppeldecker und Gelenkbusse können mehr als doppelt so viele Passagiere aufnehmen. Die BVG rät deshalb ihren Fahrgästen, zwischen den Bahnhöfen Spandau und Olympiastadion die S-Bahnlinie 5 zu nutzen. Weil das Unternehmen nur über eine begrenzte Zahl an Eindecker-Bussen verfügt, fahrt der X34 weiterhin nicht mehr zum Zoo, sondern zum Bahnhof Rathaus Spandau. Die Buslinie X49 bleibt gestrichen.

Noch in der Nacht zu Sonnabend sollten Umleitungsstrecken für Laster über 18 Tonnen Gesamtgewicht ausgeschildert werden. Die Polizei, die seit Montag die Einhaltung der Gewichtsbeschränkung rund um die Uhr überwacht hatte, werde auch weiterhin Kontrollen durchführen, kündigte Daniela Augenstein, Sprecherin der Senatsverkehrsverwaltung, an. Auch die Standsicherheit der Brücke werde weiterhin täglich kontrolliert.

Die Freybrücke, die täglich rund 60.000 Fahrzeuge überqueren, soll durch einen Neubau ersetzt werden. Zurzeit laufen die Arbeiten für die Errichtung einer Behelfsbrücke, die allerdings erst im Sommer fertiggestellt sein wird.

( hel )