Die alte Freybrücke in Berlin-Spandau wird abgerissen, an ihrer Stelle wird eine neue errichtet. Am Donnerstag haben Staatssekretär Christian Gaebler von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Jan Mücke, den symbolischen Baubeginn verkündet.

Etwa 33 Millionen Euro kostet das Vorhaben. An den Kosten ist Berlin mit 5,4 Millionen Euro beteiligt. Den Hauptteil zahlt der Bund.

Die alte Freybrücke wurde 1908 und 1909 erbaut. Über sie verläuft die Heerstraße, eine der meistbefahrenen Straßen der Stadt. Sie verbindet Spandau mit der Innenstadt. Rund 50.000 Fahrzeuge rollen täglich auf dieser Strecke.

Zunächst entsteht eine Behelfsbrücke, die diesen Verkehr aufnehmen soll. Sie bekommt zwei Fahrspuren pro Richtung, dazu einen Geh- und Radweg. Die Einschränkungen für Schwerlasttransporte, die auf dem maroden, alten Bauwerk gelten, entfallen dann. Dennoch ist mit Staus zu rechnen.

2015 soll die Freybrücke freigegeben werden

Denn die Behelfsbrücke, die nördlich der Freybrücke errichtet wird, ist nur 20 Meter breit und darf nur mit Tempo 30 befahren werden. Sie werde voraussichtlich im März 2014 in Betrieb gehen, sagte Daniela Augenstein, Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Dann beginnt der Abriss der alten Brücke. Für den Neubau, der eine ähnliche Gestalt bekommt, werden am Ufer Spundwände errichtet.

An Land wird der Überbau für die neue Brücke montiert. Die Stahlkonstruktion wird etwa 158 Meter lang und ist zwischen den Geländern 24 Meter breit. Die Höhe der Durchfahrt über der Havel steigt um 5,25 Meter, damit Containerschiffe passieren können. 2015 soll die neue Freybrücke für den Verkehr freigegeben werden. Sie darf mit Tempo 50 befahren werden.

Während der Bauzeit werde es vereinzelt dazu kommen, dass Spuren kurzzeitig gesperrt würden, kündigte die Senatsverwaltung an. Einschränkungen wird es auch für den Schiffsverkehr geben. Kurzzeitige Wochenendsperrungen seien erforderlich, so die Senatsverwaltung. Grundsätzlich sei jedoch die Untere-Havel-Wasserstraße während der Bauzeit befahrbar.

Vorbereitende Arbeiten haben bereits begonnen. Bäume werden gefällt und Leitungen verlegt, Untersuchungen zu Kampfmitteln vorgenommen. Die Baustelle wird eingerichtet.