Sieben Grundschulen, zwei Sekundarschulen und ein Gymnasium in Berlin-Reinickendorf, die Ende der 50er-Jahre errichtet wurden, werden in den kommenden Wochen auf eventuelle Baumängel untersucht. Das teilte Bildungsstadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU) mit. Alle betroffenen Schulleitungen seien mit einem Schreiben und telefonisch informiert worden, so die Stadträtin. Anlass ist ein Vorfall an der Renée-Sintenis-Grundschule in Frohnau, der sich Anfang Mai ereignete.

Dort war eine Zwischendecke im Treppenhaus eingestürzt. Weil der Einsturz an einem Wochenende geschah, kam niemand zu Schaden. Nun lässt das Bezirksamt Reinickendorf baugleiche Schulen untersuchen. Die Überprüfungen dauern voraussichtlich bis Ende Juni. Die Namen der Schulen wolle sie mit Rücksicht auf die Eltern noch nicht öffentlich machen, sagte die Stadträtin auf Anfrage der Berliner Morgenpost. An den Gebäuden seien zum jetzigen Zeitpunkt keine Bauschäden bekannt. Ein Ingenieurbüro nehme die Untersuchungen in den zehn Schulen vor.

In der Renée-Sintenis-Grundschule werden derzeit in Klassenzimmern und Fluren die alten Zwischendecken, die fehlerhaft befestigt waren, abgerissen und durch neue ersetzt. Geplant sei, dass die Bauarbeiten bis zum Ende der Sommerferien abgeschlossen werden und die Kinder vom neuen Schuljahr an wieder gemeinsam am alten Standort lernen können, sagte Stadträtin Schultze-Berndt. Derzeit werden die vierten bis sechsten Klassen an zwei Hermsdorfer Schulen unterrichtet.

saf