Die Elternvertreter der Renée-Sintenis-Grundschule in Reinickendorf haben eine klare Forderung: Spätestens nach den Sommerferien sollen alle Kinder wieder gemeinsam an der Schule lernen können. Dieses Ziel formulierten sie während einer Sitzung der Gesamtelternvertretung (GEV) am Montagabend, auf der auch die Bildungsstadträtin des Bezirks, Katrin Schultze-Berndt (CDU) anwesend war.
Die Kinder der Sintenis-Schule sind auf drei verschiedene Schulstandorte aufgeteilt worden, nachdem Anfang Mai eine Zwischendecke im Treppenhaus des Altbaus der Schule eingestürzt war. Ein Gutachten kam dann zu dem Ergebnis, dass die Decken in zehn Klassenräumen und in zwei langen Fluren des Altbaus demontiert und durch neue ersetzt werden müssen.
Auf der GEV-Versammlung am Montagabend kritisierten die Elternvertreter, dass es für die Schüler zurzeit nur einen Notstundenplan und Not-Räumlichkeiten gebe und die Organisation des Schulbetriebs schwierig sei. Die Vorsitzende der GEV, Kirsten Haß, sagte: „Das darf kein Dauerzustand werden.“ Da kein Mitarbeiter des Facility-Managements des Bezirks anwesend war, konnten die Fragen der Eltern nach dem Verlauf der Bauarbeiten nicht beantwortet werden. „Die Eltern erwarten transparentes Vorgehen und klare Kommunikation mit den Ämtern“, so Haß.
Abbrucharbeiten in Sintenis-Grundschule sollen im Juni fertig sein
Bildungsstadträtin Katrin Schultze-Berndt versicherte, das Bezirksamt arbeite mit Hochdruck daran, dass die Bauarbeiten so schnell wie möglich vonstatten gehen. „Die Arbeiten haben wie geplant am Montag begonnen“, sagte sie.
Im rechtlich möglichen Rahmen habe man auf Ausschreibungen verzichtet, damit alles schneller gehen kann. Anfang Juni würden die Abbrucharbeiten fertig sein. Am Mittwoch will Bürgermeister Frank Balzer (CDU) die GEV über die Bauarbeiten informieren.
kö





