Kein Bezirk in Berlin wächst perspektivisch so stark wie Pankow. Das gilt insbesondere für dessen Norden mit seinen vielen geplanten Wohnquartieren. Entsprechend wichtig ist dort die Erweiterung der Verwaltungsinfrastruktur – inklusive der Aussicht auf ein neues Bürgeramt. Wie der CDU-Ortsverband Pankow Nord, zuständig unter anderem für Rosenthal, Niederschönhausen und Französisch Buchholz um seinen Vorsitzenden Lars Bocian mitteilt, steht die Anmietung eines Bürgeramt-Standorts in der Dietzgenstraße 125 in Rosenthal kurz bevor. Auf Morgenpost Anfrage äußert sich jetzt Pankows Immobilienstadtrat Jörn Pasternack (CDU), zu den Details dieses Projekts, dass den Service für Bürger an das schiere Wachstum Pankows anpasst. Es wäre Bürgeramt Nummer fünf für den Bezirk, nach den Standorten in den Ortsteilen Pankow, Prenzlauer Berg, Weißensee und Karow-Buch.

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Wie Stadtrat Pasternack mitteilte, wird die Anmietung des Bürgeramtes in der Dietzgenstraße noch dieses Jahr stattfinden. Ein konkreter Termin könne aktuell nicht genannt werden, da noch die Bedarfsfreigabe durch die Senatsverwaltung für Finanzen und die Bestätigung des Hauptausschusses ausstehe.

Neues Bürgeramt für Norden von Pankow: Etwa 12 Mitarbeiter geplant

„Für den neuen Bürgeramtsstandort wird der Einsatz von circa 12 Mitarbeitenden angestrebt, wobei die konkrete Einsatzplanung noch an die Möglichkeiten des gewählten Standortes anzupassen ist“, erklärt Pasternack. Und warum nutzt der Bezirk kein landeseigenes Gebäude oder eine Immobilie im eigenen Bestand? Die Anmietung eines privaten Gebäudes sei nötig gewesen, da in „der angestrebten Zielregion des Bezirks“ landeseigene Liegenschaften nicht in ausreichender Kapazität zur Verfügung stünden.

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Der CDU-Abgeordnete Lars Bocian erwartet für viele Pankower eine bessere Erreichbarkeit ohne Auto, die Entlastung anderer Standorte und mehr Teilhabe durch eine wohnortnahe Verwaltung. „Wer aktuell im Nord-Westen Pankows lebt und einen Personalausweis beantragen, eine Meldebescheinigung holen oder seinen Wohnsitz ummelden möchte, muss große Umwege über Buch, Weißensee oder das Pankower Zentrum in Kauf nehmen“, sagt er zur aktuellen Lage.

Starkes Bevölkerungswachstum in Pankow bringt Infrastruktur ans Limit

Gerade für Ältere, Familien oder Menschen ohne eigenes Auto sei dies eine erhebliche Belastung. „Wir wollen eine Verwaltung, die mit dem Wachstum Schritt hält – effizient, modern und bürgernah“, betont der Abgeordnete, der nach eigenen Aussagen in direkten Gesprächen mit Martina Klement, Staatssekretärin für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung, auf die Schaffung eines neuen Standorts gedrängt hat.

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Nach letzten Prognosen erwartet der Berliner Senat für Pankow ein Bevölkerungswachstum auf ein Niveau von 450.000 Einwohnern bis 2040. Besonders viel Zuzug erwartet man durch die neuen Stadtquartiere im Norden und Nordosten, die über 20.000 Wohnungen entstehen lassen.