Nach sieben Wochen kam der Zugriff: In einem nicht genehmigten Zeltlager des Mauerparks griff die Berliner Polizei jetzt durch. Und beseitigte das Camp, in dem bei der Räumung von den Bewohnern jede Spur fehlte. Was zurückblieb, waren umherkrabbelnde Insekten und drei Kubikmeter Müll. Bei Facebook schildert die Polizeipressestelle unhygienische Zustände und stellt die Einsatzkräfte des örtlichen Polizeiabschnitts 15 als Verfechter von Sauberkeit und Ordnung dar.

Donnerstag
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„Heute Morgen stellte eine Streife unseres A15 fest, dass keine Personen mehr in den Camps waren. Stattdessen kreuchten und fleuchten Käfer und andere Krabbeltiere durch die Zelte. Ein Ort der Verwahrlosung. Das konnte natürlich nicht so bleiben“, heißt es im Eintrag vom Dienstag, der mit Polizeiwagen vor zusammengeknüllten Zelten bebildert ist.
Zelte im Mauerpark abgerissen: Polizisten sammeln eigenhändig drei Kubikmeter Müll
Eine Auflösung des Lagers im Birkenwäldchen des Mauerparks sei erfolgt, weil das „Camp nicht den Vorgaben entsprach, die es für eine Versammlung gebraucht hätte“. Den selbst eingesammelten Müll übergaben die Einsatzkräfte am Ende der BSR zur Entsorgung, heißt es zu dem Einsatz.
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Bei den Freunden des Mauerparks geht man davon aus, dass es sich bei den Campteilnehmern um Wohnungslose gehandelt hat, die womöglich unter den Birken Zuflucht suchten. „Bei allem Unmut, den viele Parkbesucher über obdachlose Menschen im Park haben, muss aber dennoch festgehalten werden, dass der Park ein Ort für alle Menschen ist. Und dass Obdachlose Menschen meist in einer Ausnahmesituation sind, aus finanziellen oder auch psychologischen Gründen eher Hilfe als Härte bräuchten“, betont der Vorsitzende Alexander Puell.
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Die üblicherweise gute Zusammenarbeit mit Parkdienst, Bezirksamt Pankow und Sozialarbeitern der Help-Stiftung verfolge einen zentralen Ansatz: das Anbieten von Hilfe für Menschen ohne Wohnung. „Wünschenswert wäre natürlich, dass Menschen in Not nicht in Parks ausweichen müssten, sondern bessere Alternativen hätten, um zurück zu einem festen Dach über dem Kopf und zu einer guten Perspektive im Leben zu kommen“, sagt Puell. Zugleich sei das Birkenwäldchen kein günstiger Ort, um hier zu campieren.




