Wie kann Pankow im Schatten von Brandenburger Tor und Fernsehturm noch attraktiver für Berlin-Touristen werden? Das war eines der Themen beim Kreativfrühstück mit Akteuren aus den Bezirk in der Brotfabrik in Weißensee. Austausch und Zusammenarbeit auch mit dem Umland sollen die eigenen Angebote bekannter machen. Dabei hat die Branche immer noch mit den Nachwirkungen der Corona-Krise zu kämpfen und richtet den Blick jetzt schon in Richtung Herbst und Weihnachtszeit. Jüngst hatte das „Fest an der Panke“ abgesagt werden müssen, da kein geeigneter Veranstalter gefunden wurde.

„Die Finanzierung steht noch nicht, aber wir müssen Mut zum Risiko haben“, sagt Birgit Benz vom Kulturförderkreis Phoenix, der etwa den Bucher Weihnachtszauber organisiert. Andere Veranstaltungen wie der Manufakturen-Weihnachtsmarkt am Schloss Schönhausen wurden gut angenommen. Bei ihnen kommt es nun darauf an, dass sie nach einer Anschubfinanzierung durch die Wirtschaftsförderung verstetigen. „Die Mittel aus der City Tax Übernachtungssteuer stehen uns dazu in diesem Jahr letztmalig zur Verfügung“, sagt Wirtschaftsförderin Daniela Franzke.

Angeregter Austausch: Harald Steinhausen (li.) vom Tourismusverein Pankow im Gespräch mit Wolfgang Wünsch alias „Eckensteher Nante".
Angeregter Austausch: Harald Steinhausen (li.) vom Tourismusverein Pankow im Gespräch mit Wolfgang Wünsch alias „Eckensteher Nante".© BM | Marc R. Hofmann

Vernetzung soll touristisches Angebot aus Pankow sichtbar machen

Während der Bezirk zum Beispiel Weihnachtsbeleuchtung aus Klimaschutzgründen nicht mehr fördern will, zeichnen sich außerdem andere Möglichkeiten ab. „Wir arbeiten an einem stadtweiten Konzept“, sagt Gina Rogall von Visit Berlin. Die Vermarktungsorganisation der Stadt versucht außerdem mit der „Going-Local-App“ und der „15-Minuten-Stadt“ insbesondere Wiederholungsbesucher und Menschen aus der Region dazu anzuregen, Berlin abseits bekannter Pfade zu erkunden.

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Nachhaltiger und stadtverträglicher Tourismus sind dabei auch die Schwerpunkte von Wirtschaftsförderung und Tourismus Information Center Pankow. So hat der Bezirk etwa als erstes in Berlin für Prenzlauer Berg und Niederschönhausen Broschüren herausgebracht, wie die Ortsteile barrierearm etwa mit Kinderwagen oder Rollstuhl erkundet werden können. Weitere Teile sollen folgen. „Viele Barnimer kommen am Wochenende in die Stadt und umgekehrt“, sagt etwa Lutz Lorenz vom dortigen Naturpark.

Das Vernetzungstreffen findet seit Anfang 2023 auf Initiative von Wirtschaftsförderung und Tourist Information Center von Pankow immer am dritten Mittwoch im Monat an einem wechselnden touristisch relevanten Ort im Bezirk statt.