Erneut haben Retter einen toten Mann aus dem Weißen See geborgen. Es handelt sich laut Polizeiangaben um einen 89-Jährigen, dessen Leichnam am Freitagmorgen am Südufer des Gewässers im Bezirk Pankow trieb. Wie eine Polizeisprecherin auf Morgenpost-Anfrage mitteilt, entdeckten zwei Spaziergängerinnen gegen 7.10 Uhr den Körper im Wasser und alarmierten sofort die Feuerwehr. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Es gebe keine Hinweise auf ein Fremdverschulden, berichtet die Polizei-Sprecherin. Es sei möglich, dass es sich um einen Badeunfall handelt, heißt es auf Nachfrage.

Offenbar war der Mann am Vorabend allein zum See gegangen und kehrte nicht mehr zurück, woraufhin Angehörige für den 89-Jährigen eine Vermisstenmeldung aufgaben. Am Freitagmorgen konnten Retter nur noch den Leichnam bergen. Die beiden Passantinnen hatten im Park ihre Hunde ausgeführt, als sie die Wasserleiche entdeckten.

Zuletzt war am 15. Juli war ein 27-Jähriger beim Baden im Weißen See ertrunken. Ein schneller Rettungseinsatz der Wasserwacht kurz nach dem Untergehen des Mannes kam vergebens. Bereits im Februar entdeckten Parkbesucher die Leichen einer jungen Frau und ihres Babys, die möglicherweise längere Zeit im See getrieben waren.

Bezirksamt Pankow stuft Wildbaden im Weißen See als lebensgefährlich ein

Im Sommer 2022 starben gleich zwei junge Männer bei Badeunfällen im gleichen Gewässer. Schwimmen jenseits des Strandbads Weißensee ist strikt verboten und wird vom Bezirksamt Pankow als lebensgefährlich eingestuft. Ab 2024 sollen die wilden Badestellen im Rahmen einer Ufersanierung mit Zäunen versperrt werden.

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