Neue Studie

Fahrradparkhaus am Pankower Tor mit bis zu 1700 Plätzen

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Ideallösung für Bike & Ride: Ein Fahrradparkhaus wie dieses in Eberswalde soll auch in Berlin-Pankow die Kapazität an Stellplätzen erhöhen und das Chaos ordnen.

Ideallösung für Bike & Ride: Ein Fahrradparkhaus wie dieses in Eberswalde soll auch in Berlin-Pankow die Kapazität an Stellplätzen erhöhen und das Chaos ordnen.

Foto: Britta Pedersen / dpa (SYmbolfoto)

Berlin reagiert auf miese Bedingungen für Radfahrer am Bahnhof Pankow und kündigt Parkhaus an – es könnte größer werden als gedacht.

Berlin.  Fahrräder nebeneinander und übereinander, dazwischen E-Scooter und E-Bikes verschiedener Sharing-Anbieter: Jeder, der sein Fahrrad am Bahnhof Pankow anschließen will, kennt dieses Chaos. So sehr Radfahren politisch gewollt ist, so miserable Bedingungen bieten sich an den verdreckten und überfüllten Bügeln rund um den Garbátyplatz. Selbst die Doppelstock-Ständer sind spätestens am frühen Vormittag restlos belegt.

Nun nimmt eine Lösung Form an, die das alles ändern könnte: Bis zu 1700 Abstellplätze für Velos soll ein neues Fahrradparkhaus an der Berliner Straße anbieten, was die Berliner Radplanungsgesellschaft Infravelo jetzt mit einer Machbarkeitsstudie prüfen lässt. Es handelt sich um ein Teilprojekt des neuen Stadtquartiers Pankower Tor mit rund 2100 Wohnungen gleich gegenüber dem Verkehrsknoten auf einer 34 Hektar großen Bahnbrache.

Während das Wohnungsbauvorhaben des Investors Kurt Krieger in einer planerischen Warteschleife hängt, rückt das dazugehörige Fahrradparkhaus nun einen Schritt näher zur Verwirklichung. Und es könnte laut Infravelo sogar fast doppelt so viele Bügel aufbieten wie am Anfang der Planungen angenommen: Zunächst war in den Pankower-Tor-Konzepten noch von 1000 Abstellplätzen die Rede.

70 Prozent mehr Bedarf an Fahrradabstellplätzen rund um den Bahnhof Pankow

Inzwischen gehen die Rad-Planer davon aus, dass sich der Bedarf mit Einführung einer attraktiven Abstell-Gelegenheit noch einmal deutlich erhöht. „Erfahrungen anderer Städte haben gezeigt, dass ein Fahrradparkhaus als qualitativ hochwertiges Fahrradpark-Angebot weiteren Bedarf hervorruft“. So rechne man nun mit einem Zuwachspotenzial von 70 Prozent, heißt es in einer Mitteilung zum Start der Machbarkeitsstudie.

Derzeit befinden sich rund um den Bahnhof nur 575 Bügel – so wenige, dass Radpendler ihre Gefährte bereits an Zäune ketten oder einfach mitten auf Wege stellen. Gerade erst wurden schadhafte Bügel ausgebessert und von Schrott-Rädern befreit. Ein kleiner Schritt auf dem Weg zur Beendigung des Fahrradbügel-Notstands. Bis die große Lösung mit dem neuen Parkhaus Realität wird, dürfte aber noch so manches Jahr vergehen.

Stellplatzmangel in Pankow tritt als Problem hinter dem Pendelverkehr der U2 zurück

Aktuell tritt der Platzmangel für Velos am Bahnhof Pankow als Hauptproblem hinter einem ganz aktuellen Dilemma zurück: Pendelverkehr durch die Tunnelabsenkung am Alexanderplatz bereitet BVG-Nutzern derartige Zeitverluste, dass sich manche wieder dem Auto zuwenden könnten. Die ersten Experten schlagen bereits Alarm.

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