Verkehr

Neukölln und Schönefeld fordern Verlängerung der U7 bis BER

Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel und der Schönefelder Bürgermeister Udo Haase wollen enger zusammenarbeiten.

Die U7 endet bisher an der Haltestelle Rudow.

Die U7 endet bisher an der Haltestelle Rudow.

Foto: Sergej Glanze / Glanze/Berliner Morgenpost

Der Neuköllner Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) und der Schönefelder Bürgermeister Udo Haase (parteilos) haben am Mittwoch die Notwendigkeit einer Verlängerung der U-Bahnlinie U7 bis zum Flughafen BER bekräftigt, um einen Verkehrskollaps im Süden Berlins zu vermeiden.

Die Ergebnisse der Verkehrs- und Engpassprognose, die im Beisein beider Bürgermeister durch die IHK Cottbus vorgestellt wurden, gehen von bis zu 135.000 Beschäftigten in der Region aus. Bis 2040 werden durchschnittlich jeden Tag 150.000 Fluggäste den BER nutzen.

Hikel befürchtet, dass der Verkehr im Süden Berlins, insbesondere in Neukölln und im angrenzenden Schönefeld, massiv zunehmen wird. "Zehntausende Reisende und über 100.000 Pendler und Anwohner werden bis 2040 täglich auf einen funktionierenden ÖPNV angewiesen sein. Das zeigt die erste fundierte Prognose deutlich", sagte der Neuköllner Bezirksbürgermeister. Und erneuerte seine Forderung, die er im Sommer in der Berliner Morgenpost bereits erhob, die U7, die bisher an der Haltestelle Rudow endet, zu verlängern.

"Ich erwarte, dass der Senat im Lichte dieser Erkenntnisse den Mut aufbringt, die Planungen für die Verlängerung der U7 endlich auf den Weg zu bringen. Frühzeitige Planungen sind erforderlich, um schon heute ein Verkehrschaos in der Zukunft zu vermeiden", sagte Hikel.

Täglich, so die Prognose, werden rund 38.000 Fahrgäste die U7 zum BER nutzen.

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