Nach dem Brand im Teehaus im nördlichen Tiergarten in Berlin-Mitte hat die Bezirksverwaltung nun Unterstützung durch das landeseigene Unternehmen Grün Berlin bekommen. Wie beide Partner am Mittwoch mitteilten, wurde eine Kooperationsvereinbarung für das im September 2024 zu großen Teilen niedergebrannte Ausflugslokal geschlossen. Auf diese Weise will der Bezirk, zu dessen Liegenschaften das Teehaus gehört, den Wiederaufbau angehen.

Teehaus Berlin: Nun folgt das Aufräumen

Obwohl noch immer etliche Fragen offen sind, geht es nun ein Jahr nach dem Brand voran. Wie Bezirk und Grün Berlin verkünden, wird das mit öffentlichen Gebäuden und Parks betraute Unternehmen das Projektmanagement für das vom Feuer schwer beschädigte Teehaus übernehmen. „Dazu zählen auch Sicherungsmaßnahmen am beschädigten Gebäude“, heißt es in einer Erklärung. Parallel werde geklärt, was es für den Wiederaufbau braucht. „Ziel ist es zu ermitteln, ob und wie das Gebäude als Standort für eine zukünftige gastronomische Nutzung wieder hergerichtet werden kann – wie vom Bezirk Mitte präferiert.“

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Das Teehaus liegt idyllisch im Englischen Garten im Tiergarten. Im vergangenen Jahr brach ein Feuer in dem beliebten Lokal aus. © FUNKE Foto Services | Jörg Krauthöfer

Dabei würden sämtliche Anforderungen, Zielsetzungen und Rahmenbedingungen für die zukünftige Nutzung erfasst – von räumlichen und funktionalen Aspekten bis hin zu denkmalrechtlichen Vorgaben. Erst mit einer Machbarkeitseinschätzung inklusive der erforderlichen Wirtschaftlichkeitsprüfung kann zuverlässig beurteilt werden, ob sich das Haus sanieren und wiedereröffnen lässt. Noch ist also nicht zweifellos sicher, dass das Teehaus in seiner gewohnten Form als Ausflugsziel mit Restaurant und Biergarten zurückkehren kann.

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Die Umsetzung der Räumungsarbeiten ist laut den Verantwortlichen voraussichtlich bis Anfang 2026 geplant. Die Bedarfsermittlung und Machbarkeitsuntersuchung sollen Mitte 2026 abgeschlossen sein. Die voraussichtlichen Kosten belaufen sich auf rund 600.000 Euro, finanziert vom Bezirk Mitte sowie aus Leistungen der Versicherung. 

Schriner (Grüne): „Teehaus hat eine zentrale Rolle“

Bezirksstadtrat Christopher Schriner (Grüne) erläutert die Bedeutung, die das historische Haus im Englischen Garten bisher hatte: „Das Teehaus hat eine zentrale Rolle für alle Berlinerinnen und Berliner, die Bevölkerung aus der Nachbarschaft und als überregionales Ausflugsziel – ich bin sehr froh, dass wir mit der Grün Berlin eine schlagkräftige Partnerin finden konnten, um den Wiederaufbau anzugehen. Es ist mir ein sehr großes Anliegen, das Teehaus baldmöglichst in seiner ursprünglichen Form und Funktion wiederherzustellen.“

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Am Sonntag hatte die Bürgerinitiative „TeehausFreunde“ auf die Wiese am Teehaus zu einem Treffen eingeladen. Angesprochen waren alle, die sich für den Wiederaufbau starkmachen wollen. Die Gruppe kritisiert, dass das Bezirksamt das Gebäude nun über ein Jahr nahezu sich selbst überlassen hatte. Es hätten keine Räumung und Sicherung des offenen Dachs stattgefunden. So konnte ungehindert Wasser eindringen.