Die Berliner Stadtreinigung (BSR) zeigt sich zufrieden mit der diesjährigen Müllbilanz des Christopher Street Day (CSD): Rund 120 Kubikmeter Abfall wurden auf der Demo-Strecke eingesammelt – 40 Kubikmeter weniger als noch im Vorjahr, so die BSR auf der Plattform X. Das entspricht einem stetigen Rückgang der Müllmengen bei der Veranstaltung: 2022 waren es noch 360 Kubikmeter, 2023 dann 240 Kubikmeter und 2024 waren es 160 Kubikmeter. In diesem Jahr schrumpfte das Müllaufkommen erneut deutlich.

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150 Beschäftigte mit 60 Fahrzeugen waren laut BSR-Angaben am Sonnabend im Einsatz. Besonders problematisch ist wie jedes Jahr der Berliner Tiergarten, in dessen Grünanlagen sich nach dem Umzug viele Menschen versammeln. Für die Reinigung dieser Fläche ist die BSR jedoch nicht zuständig.
Umso erfreulicher ist die Initiative der CSD-Organisatoren selbst, die am Sonntag zu einem „After-CSD-Cleanup“ im Tiergarten aufriefen. Von 14 bis 17 Uhr sammelten Freiwillige dort Müll, der am Vortag liegen geblieben war. „Diese Aktion soll zeigen, dass für eine gerechte Welt auch Umweltschutz von Bedeutung ist“, hieß es von den Veranstaltern. Zudem wurde im Vorfeld online eine Checkliste zur Müllvermeidung veröffentlicht, um Teilnehmende für einen bewussteren Umgang mit Abfall zu sensibilisieren.
CSD in Berlin: Hunderttausende demonstrierten am Sonnabend
Unter dem diesjährigen Motto „Nie wieder still“ demonstrierten am Sonnabend Hunderttausende für die Rechte der LGBTQIA+ Community. Mit rund 80 Trucks und mehr als 100 Gruppen zog die Menge vom Leipziger Platz über Potsdamer Platz und Nollendorfplatz zur Siegessäule
CSD Berlin: Die besten Momente der Pride 2025 in Bildern
Einen deutlich anderen Eindruck hinterließ eine von der rechtsextremen Jugendorganisation Deutsche Jugend Voran (DJV) angemeldete Gegendemonstration. Sie sollte ursprünglich 400 Personen mobilisieren – gekommen waren am Sonnabendvormittag gerade einmal etwa 35 Jugendliche.
Rechtsextreme Jugendliche: Bereits im Vorfeld wurden Personen von der Polizei festgesetzt
Für besondere Aufmerksamkeit sorgte gegen Ende der Kundgebung ein Jugendlicher mit Deutschland-Schlauchschal, der von einem Polizisten abgeführt wurde. Hinter der Absperrung wartete bereits seine Mutter, die ihn vor versammelter Öffentlichkeit zurechtwies. Gemeinsam mussten beide über die Route des CSD-Demozugs zurück.
Bereits im Vorfeld des Protestes wurden laut Polizei sechs Personen am Alexanderplatz in Gewahrsam genommen – unter anderem wegen Beleidigung und den Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz, so eine Sprecherin. Insgesamt habe es mindestens zehn freiheitsbeschränkende Maßnahmen gegeben.
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