Krawalle bei Queer Pride: Polizei schreitet ein, mehrere Verletzte gemeldet
Angesichts wiederholter Angriffe auf Einsatzkräfte sowie antisemitischer Parolen hat die Berliner Polizei die „Internationalist Queer Pride for Liberation“ in Kreuzberg vorzeitig aufgelöst. Dabei wurden nach Polizeiangaben mehrere Beamte verletzt. Es soll unter anderem Flaschenwürfe und gezielte Schläge mit Fahnenstangen gegeben haben. Zudem seien Polizisten mit Farbbeuteln beworfen worden. Um die Personen festzunehmen, habe die Polizisten körperlichen Zwang angewendet.
Die Polizei rechtfertigte die Auflösung der Demonstration damit, dass die Versammlungsleitung trotz mehrfacher Aufforderungen nicht in der Lage war, die Teilnehmenden unter Kontrolle zu halten. Statt wie ursprünglich geplant um 21 Uhr am Oranienplatz zu enden, wurde die Demonstration in der Nähe des Kottbusser Tors gestoppt. Ein dpa-Reporter berichtete von einer aufgeheizten Stimmung und zahlreichen Festnahmen durch die Polizei, die wiederholt in die Menge ging. Gegen 21 Uhr waren der Polizeisprecherin bislang rund 30 Festnahmen bekannt. Die Zahl werde ihren Angaben nach aber sicher noch steigen, es würden nach wie vor Leute festgenommen.
Rund 10.000 Menschen nahmen nach Schätzungen der Polizei an der propalästinensisch geprägten Demonstration teil. Bei rund 800 Personen sprach die Polizei auf der Plattform X von einem propalästinensischen Bezug.