Die Fertigstellung des Berliner Freiheits- und Einheitsdenkmals vor dem Humboldt Forum ist weiter offen. Am Wochenende sorgten Berichte über eine mögliche Insolvenz eines Stahlbauers für neue Verunsicherung. Dieser soll die riesige begehbare und bewegliche Schale, die sogenannte „Einheitswippe“, bauen.

Der Kreativdirektor des Stuttgarter Architekturbüros Milla & Partner, Sebastian Letz, sagte dem epd (Evangelischer Pressedienst), die Insolvenz des Stahlbauers gefährde das Projekt nicht grundsätzlich. „Wir haben einen anderen Stahlbauer, der die Arbeiten planmäßig fortsetzen kann.“ Die Stahlschale sei bereits zu 85 Prozent fertig. „Auch die Vorarbeiten am Sockel vor dem Berliner Humboldt Forum sind abgeschlossen.“ Er sei „auch durch die gute Zusammenarbeit mit dem Bund optimistisch, dass das Projekt noch in diesem Jahr abgeschlossen werden kann“. Dabei verwies Letz auf das 35. Jubiläum des Mauerfalls in diesem Jahr.

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Eine Sprecherin von Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) erklärte am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd), alle Beteiligten seien in intensiven Abstimmungen. Es gehe darum, eine rasche und kosteneffiziente Fertigstellung zu gewährleisten. Die Auswirkungen des vorläufigen Insolvenzverfahrens würden derzeit geprüft.

Einheitsdenkmal: Architekten fordern zusätzliche Finanzspritze

Im vergangenen Jahr forderten die Architekten vom Bund wegen der gestiegenen Baupreise eine zusätzliche Finanzspritze von 2,5 Millionen Euro. Letztendlich hängt davon wohl das Fertigstellungsdatum ab.

Baustart für die sogenannte soziale Skulptur mit dem Titel „Bürger in Bewegung“ war im Mai 2020. Veranschlagt sind Kosten von rund 17 Millionen Euro. Ursprünglich sollte das Einheitsdenkmal bereits zum 30. Jahrestag des Mauerfalls 2019 eingeweiht werden. Einen ersten Bundestagsbeschluss für den Bau gab es bereits 2007. (epd/dw)