Um die Beusselstraße in Moabit für Radfahrer sicherer zu machen, bekommt die Hauptverkehrsroute eine geschützte Radspur. Das Bezirksamt Mitte kündigte in einer Mitteilung an, den beidseitigen Radweg ab November dieses Jahres bauen zu wollen.

Die Beusselstraße verbindet den Stadtteil Moabit mit der Stadtautobahn und weist daher ein hohes Verkehrsaufkommen auf. Durch die intensive Nutzung ist der Asphalt stark in Mitleidenschaft gezogen. Darum soll die Straße zwischen Alt-Moabit und Sickingenstraße/Erna-Samuel-Straße zunächst saniert werden.

Anschließend werde in beiden Fahrtrichtungen ein 2,25 Meter breiter Radweg gebaut.. Als zusätzlichen Schutz vor dem vorbeifahrenden Fahrzeugverkehr wird es eine jeweils einen Meter breite Sperrfläche geben.

Extra breite Spur an Bushaltestellen

„Fest installierte Poller verhindern, dass Kfz widerrechtlich den Radfahrstreifen befahren“, erläutert Mittes Verkehrsstadträtin Almut Neumann (Grüne) laut Mitteilung. Für die Bereiche der Bushaltestellen auf der Strecke ist vorgesehen, Rad- und Busverkehr auf einem breiten Fahrstreifen gemeinsam zu führen. Radfahrer haben durch die breite Spur die Möglichkeit, am haltenden Bus vorbeizufahren, ohne in den fließenden Verkehr ausweichen zu müssen.

„Zugunsten des Busverkehrs bleibt die Busspur ab der Wiclefstraße erhalten“, erklärt Neumann weiter. Neben dem geschützten Radweg entstehen speziell ausgewiesene Flächen zum Liefern und Laden. Neue punktuell aufgestellte Fahrradbügel bieten zusätzliche Abstellmöglichkeiten für Fahrräder.

„Mit der Beusselstraße erhält eine der wichtigsten Nord-Süd-Achsen in Moabit endlich eine sichere und komfortable Fahrradinfrastruktur. Wir haben als Bezirk intensiv für diesen Radweg gekämpft. Ich bin froh, dass wir nun endlich in die Umsetzung kommen und einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltiger Mobilität gehen“, so die Stadträtin.

Der nun kommende Radweg in der Beusselstraße gehörte zu jenen, die durch die Senatsverkehrsverwaltung noch einmal auf seine Sinnhaftigkeit überprüft wurden. Das hatte zu Verzögerungen geführt. Die Kosten für Bau und Planung waren nach den letzten Auskünften des Bezirksamts Mitte mit 582.000 Euro beziffert worden.

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