Knapp ein Dutzend junger Aktivistinnen und Aktivisten von Fridays for Future (FFF) und der „Bürgerbewegung Finanzwende“ haben sich am Mittwochmittag vor dem „Quartiert Zukunft“ der Deutschen Bank in der Friedrichstraße in Berlin-Mitte versammelt.

„Es gibt kein Recht auf fossile Dividende“, skandierten sie und hielten ein langes Stoffbanner hoch. „Unsere Zukunft < Profit“ stand in großen Lettern darauf. „Wir stehen vor dem Quartier Zukunft der Deutschen Bank, weil diese heute ihre Hauptversammlung hat und einer der Konzerne ist, der trotz der eskalierenden Klimakrise weiterhin massiv in fossile Projekte investiert“, so der Pressesprecher von Fridays for Future Berlin, Luis von Randow.

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„Die Deutsche Bank ist die Greenwashing Bank Nummer eins in Deutschland“, sagte Magdalena Senn von der Bürgerbewegung Finanzwende. Die Bank hätte in den letzten Jahren den Ölkonzern „Total“ mit 1,8 Milliarden Euro finanziert und die DWS, ein Tochterunternehmen, hätte mit vermeidlich grünen Fonds zusätzlich 850 Millionen US-Dollar in fossile Aktien investiert, so die Referentin für nachhaltige Finanzmärkte.

FFF fordert Kunden der Deutschen Bank in Berlin auf, Konten zu kündigen

„Die Deutsche Bank hat als Investitionsbank die Möglichkeit, langfristig in Klimaschutzprojekte und in erneuerbare Energien zu investieren“, sagte Niklas Quidde von Fridays for Future. Zudem wendete er sich in seiner Ansprache auch an Kundinnen und Kunden der Deutschen Bank und rief sie auf, Konten zu kündigen. Lesen Sie weiter: Warum die Deutsche Bank dank Russland in Berlin expandiert

Vor einer weiteren Filiale in der Friedrichstraße hatten sich die „Eltern gegen die Fossilindustrie“ und Unterstützer von „Scientist Rebellion“ und der „Letzten Generation“ eigenen Angaben nach an die Eingangstür gekettet und den sofortigen Stopp jeglicher Investitionen in fossile Infrastruktur gefordert. Laut Fossil Fuel Finance Report hätte die Deutsche Bank seit 2016 mehr als 94 Milliarden US-Dollar für den Aus- und Neubau fossiler Infrastruktur zur Verfügung gestellt, hieß es in entsprechender Pressemitteilung.