Experte überrascht

Mehr Sumpfkrebse als erwartet leben im Tiergarten

Bislang wurde der Bestand auf etwa 200 Exemplare geschätzt. In Wirklichkeit sind es Tausende, die bislang ins Netz gingen.

Die roten amerikanischen Sumpfkrebse sind los!

Die roten amerikanischen Sumpfkrebse sind los!

Foto: Gregor Fischer / dpa

Im Berliner Tiergarten leben wesentlich mehr der in Deutschland eigentlich nicht heimischen Sumpfkrebse als bislang angenommen. Innerhalb der vergangenen zwei Wochen seien bereits mehr als 3000 Rote Amerikanische Sumpfkrebse am Neuen See in dem Park gefangen worden, sagte Wildtierexperte Derk Ehlert von der Umweltverwaltung auf Anfrage. "Wir sind mehr als überrascht über die Menge." Ehlert hatte den Bestand zuvor auf etwa 200 Exemplare geschätzt. Der Sender Radio Berlin 88,8 hatte zuvor auf Twitter davon berichtet.

Das Fischereiamt hatte Ende August mit Fangaktionen begonnen, da eine Abwanderung der Krebse in andere Gewässer befürchtet worden war. Dies zu verhindern, ist auch die Vorgabe: Der Sumpfkrebs steht auf einer Liste der EU-Kommission mit eingewanderten Arten, die potenziell schädlich sind - etwa für einheimische Arten und Ökosysteme.

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