Tiergarten

Darf man die Amerikanischen Sumpfkrebse eigentlich essen?

Die Krustentiere aus Nordamerika sind nicht nur schädlich für die heimische Natur. Sie beflügeln auch die Fantasie von Hobbyköchen.

Im Tiergarten sind die Krebse los - und gefährden die heimische Tierwelt

Im Tiergarten sind die Krebse los - und gefährden die heimische Tierwelt

Foto: Britta Pedersen / dpa

Zur Zeit sind zahlreiche "eingewanderte" Amerikanische Sumpfkrebse in Berlin unterwegs. Beim Anblick der kleinen roten Krustentiere läuft so manchem das Wasser im Munde zusammen. Auf Facebook werden schon fleißig Rezepte ausgetauscht. Zitrone und Knoblauchbutter, empfehlen einige, andere denken laut über einen Krabbencocktailsalat nach. Aber darf man die mittlerweile zur Plage gewordenen Tiere einfach verzehren?

Derk Ehlert, Wildtierexperte der Umweltverwaltung, dämpft den Heißhunger. Zwar seien die Tiere bestimmt genießbar. Schließlich findet man sie in zahlreichen Restaurants "als Hummerersatz" auf der Speisekarte. Allerdings: Einfach so fangen darf man sie nicht. "Das verstößt gegen das Fischereirecht und ist strenggenommen Jagdwilderei", sagt Ehlert. Ohne Angelschein mache man sich strafbar. "Wer Lust auf Krebsfleisch hat, sollte also lieber einen Supermarkt aufsuchen."

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