Migrant aus den USA

Den Sumpfkrebsen im Tiergarten geht es jetzt an die Scheren

Er frisst Fisch- und Froscheier und verbreitet die "Krebspest": Nun will die Umweltverwaltung in die Offensive gehen.

Invasion aus dem Wasser

Invasion aus dem Wasser

Foto: Gregor Fischer / dpa

Den Roten Amerikanischen Sumpfkrebsen im Berliner Tiergarten geht es an die Scheren. "Wir versuchen, die Krebse zu fangen, auch wenn es schwer ist", sagte Derk Ehlert, Wildtierexperte der Umweltverwaltung, am Mittwoch.

Es würden nun erstmals Kescher, Fangnetze und Fallen rund um den Neuen See eingesetzt. Es ist unbekannt, wie groß der Bestand ist. Er geht auf ausgesetzte Krebse zurück. Zuerst hatten "Bild" und "B.Z." berichtet.

Ziel ist es, zumindest den Bestand klein zu halten und die Ausbreitung in andere Gewässer zu verhindern. Das ist auch die Vorgabe, denn der Rote Amerikanische Sumpfkrebs (Procambarus clarkii) steht auf einer Liste der EU-Kommission mit eingewanderten Arten, die potenziell schädlich sind, etwa für einheimische Arten und Ökosysteme.

In Berlin erregen die Krebse seit Mitte August Aufmerksamkeit, weil sie wegen des vielen Regens aus ihren Verstecken kamen und sogar auf Straßen krabbelten. Sie kommen aber nicht nur im Tiergarten vor.

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