Statistik

RAW-Gelände - Mehr als 120 Taschendiebstähle pro Monat

Die Gegend rund um das RAW-Gelände ist ein Kriminalitätsschwerpunkt. Das belegen Zahlen der Polizei aus den Jahren 2014 und 2015.

Foto: Steffen Pletl

Die Kriminalität in der Gegend rund um das RAW-Gelände hat seit rund einem Jahr deutlich zugenommen. Das belegen Zahlen der Polizei, die sie gestern veröffentlichte. Am häufigsten kommen Verbrechen aus den Bereichen Drogen, Taschendiebstahl und Körperverletzung vor.

Den Zahlen zufolge wurden beispielsweise in dem rund um Revaler Straße, Warschauer und Modersohnstraße im Januar 2014 insgesamt 52 Taschendiebstähle gezählt. Im August 2014 steigen sie auf ein Rekordhoch von 172. Seitdem werden praktisch jeden Monat rund 120 Taschendiebstähle begangen, lediglich im Juli sinkt die Zahl auf 93. Im August, in dem bis zum 16. gezählt wurde, sind es bereits 76 Taschendiebstähle.

Ähnlich hoch sind die Zahlen bei Straftaten im Bereich der Drogenkriminalität. Sie stiegen von rund 50 im Monat im Jahr 2014 auf bis zu 130 im März 2015. Im Juli 2015 wurden 122 Straften im Zusammenhang mit "BTM" (Betäubungsmittel) gezählt, im August 38 (bis 16.8.).

Daneben erfasste die Polizei Taten wie Körperverletzung (15 im Juli 2015, der höchste Stand in diesem Jahr). Nötigung, Freiheitsberaubung, Bedrohung (4 im Juli 2015), Raub, Straftaten gegen die öffentliche Ordnung, Trickdiebstahl und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

"Erhöhtes Aufkommen aus Straftaten"

Abschließend konstatiert die Polizei: "Im Bereich des R.A.W.-Geländes registriert die Polizei seit mehr als zwei Jahren einen offensiven illegalen Handel mit Betäbungsmitteln mit steigender Intensität. Zudem gebe es in dem Bereich inklusive des S- und U-Bahnhofs Warschauer Straße und Warschauer Brücke "ein erhöhtes Aufkommen an Straftaten aus den Deliktsbereichen der Betäubungsmittel-, Raub- und Taschendiebstahlskriminalität sowie an Rohheitsdelikten (Körperverletzung, gefährliche und schwere Körperverletzung) zu verzeichnen ist.

Deshalb sei die Polizei verstärkt in diesem Bereich tätig. Man habe die Anzahl von uniformierten und Zivilpolizisten deutlich erhöht. Zudem kontrolliere die Polizei verstärkt mit Sondereinsätzen - allein in diesem Jahr habe es bereits 286 davon gegeben. Zudem gebe es eine mobile Streife im Bereich des Görlitzer Parks und des RAW-Geländes, um den Drogenhandel zu bekämpfen.