Denkmaltag in Kreuzberg

Kleinstes Haus Kreuzbergs - Geschichten auf 48 Quadratmetern

Foto: Massimo Rodari

Nur 48 Quadratmeter groß ist das Grundstück an der Oranienstraße 46, auf dem 1864 der Maurermeister E. Frèemark und Zimmermeister Ullrich ein Wohn- und Geschäftshaus errichteten. In der Kaiserzeit wurde das Haus von einem Damenmäntel-Hersteller genutzt, es folgten ein Hutgeschäft, eine Konfitürenhandlung sowie eine Bäckerei.

Heute beherbergt das Haus im Erdgeschoss eine Galerie, im ersten Obergeschoss hat eine Firma für Internetdesign und im zweiten ein Anwalt sein Büro. Das dritte Geschoss und das Dach nutzt dagegen der Eigentümer des Hauses, Ralf Hemmen. Weil das Haus so klein ist – nicht mal einen Hof gibt es, die Mülltonnen durfte Hemmen auf dem Hof des Nachbarhauses stellen – sind die Führungen durch das kleinste Wohn- und Geschäftshaus Kreuzbergs auf jeweils acht Personen begrenzt.

Hemmen hatte in den 80er-Jahren im Haus gegenüber gewohnt. „Als ich dann 2002 von der Zwangsversteigerung erfuhr, war für mich klar, dass ich mitbiete“, erinnert sich der 54-Jährige, der damals zugleich auch der Einzige war, der das winzige Haus erwerben wollte.

Anmeldung zur Führung unter der Nummer 0178 284 61 73.

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