Denkmaltag in Wilmersdorf

Ahmadiyya-Moschee - Exotisch wie das indische Taj Mahal

Foto: picture alliance/ ZB/ Karlheinz Schindler

Das Original ist 58 Meter hoch und 56 Meter breit, steht in Indien und dient als Grabstätte für die im 1631 Jahr verstorbene Gattin eines Großmoguls. Die kleine und zugegeben wesentlich bescheidener ausgestattete Schwester dieses weltberühmten Bauwerks steht in Wilmersdorf an der Brienner Straße 7-8, ist nur 32 Meter hoch, wesentlich schmaler und ist eine Moschee. Traumhaft schön und exotisch ist das weiß strahlende Gebäude dennoch.

Die Wilmersdorfer Moschee, auch Berliner Moschee oder Ahmadiyya-Moschee genannt, hat der Berliner Architekt K.A. Hermann in den Jahren 1924 bis 1928 im persisch-indischen Stil erbaut. Damaliger Bauherr und heutiger Eigentümer der ältesten bestehenden Moschee Deutschlands ist die Lahore Ahmadiyya-Gemeinde, die das Bauwerk ausschließlich aus Spenden finanzierte.

Am 13. und 14. September kann das kleine Taj Mahal zwischen 11 und 17 Uhr besichtigt werden. Zur spannenden Geschichte der Moschee bietet Ahmed Saadat (diemoschee@aaiil.org) zudem Führungen an – allerdings nur in englischer Sprache.