Oranienplatz

Ermittlung wegen möglicher Vergewaltigung im Camp

Weil im Internet ein Bericht über eine Vergewaltigung im Kreuzberger Flüchtlingscamp aufgetaucht ist, wird nun von Amts wegen ermittelt. Denn Anzeige hat die anonyme Frau nicht erstattet.

Foto: Soeren Stache / dpa

Im Umfeld des Flüchtlingscamps auf dem Kreuzberger Oranienplatz soll es eine Vergewaltigung gegeben haben. Ein Sprecher der Berliner Polizei bestätigte am Montag auf Anfrage, es gebe entsprechende Ermittlungen. Hintergrund ist ein anonymer Bericht des vermeintlichen Opfers im Internet.

Auf der linken Internetseite Indymedia beschreibt offenbar eine Frau, was ihr angeblich in dem Flüchtlingscamp geschehen sei. Sie habe sich als Unterstützerin dort engagiert.

Frau erstattete keine Anzeige bei der Polizei

„Mein persönlicher Kontakt zu besonders einem Mann innerhalb der Campstruktur wurde sehr eng, bis es schließlich zu der Situation kam, dass er sich nahm, was ihm, seiner Ansicht nach, zustand“, heißt es in dem Bericht, der bereits Ende Mai veröffentlicht wurde. Weil sie sich nicht den „Verhören der Polizei“ aussetzen wollte, habe sie keine Anzeige erstattet, aber Gespräche im Camp gesucht.

Die Polizei bestätigt, dass keine Anzeigen vorliegen. Wegen des Berichts werde nun von Amts wegen ermittelt. Erkenntnisse liegen noch nicht vor. Die Organisatoren des Flüchtlingscamps lehnten eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.