Sie ist zurück – und dieses Jahr endlich auch wieder auf voller Länge. Am Sonnabend wurde nach wochenlangem Aufbau die Weihnachtsbeleuchtung am Kurfürstendamm zum ersten Mal eingeschaltet. Es handelte sich dabei zunächst einmal nur um einen Test. Offiziell eingeschaltet wird die Beleuchtung erst am kommenden Dienstag, 25. November. Dann wird gegen 18.20 Uhr an der Grünfeld-Ecke, ehemals Joachimsthaler Platz, Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) erwartet, um den symbolischen Knopf zu drücken.
Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, als aufgrund fehlenden Geldes zwischen Lehniner Platz und Henriettenplatz eine rund 850 Meter lange Lücke klaffte, ist der Ku’damm dieses Jahr wieder auf der kompletten 4,5 Kilometer langen Strecke beleuchtet. Vom KaDeWe über die Tauentzienstraße und den Kurfürstendamm bis nach Halensee werden Berliner und Touristen in den kommenden Wochen die beleuchteten Bäume und die Lichtfiguren, darunter ein großer Schneemann, bewundern können.

Weihnachtsbeleuchtung am Ku‘damm: Finanzierung seit Jahren eine Herausforderung
In den vergangenen Jahren geriet die Finanzierung der Weihnachtsbeleuchtung jedes Jahr aufs Neue zur Zitterpartie. Dieses Mal lief es allerdings besser. Die verantwortliche AG City, die die Beleuchtung bereits ab 1978 und nach einer längeren zwischenzeitlichen Pause seit 2019 wieder organisiert, hatte in diesem Jahr einen neuen Weg beschritten, um Spenden von Privatleuten und Unternehmen einzusammeln. So konnten Berlinerinnen und Berliner unter dem Namen „Schenke Berlin dein Licht“ Patenschaften für Lampen oder ganze Bäume erwerben.

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Wie Uwe Timm, Vorstandschef der AG City, der Berliner Morgenpost bereits vor knapp zwei Wochen sagte, seien dadurch Spenden von rund 500.000 Euro eingegangen. Der Aufbau der Beleuchtung hatte bereits im September begonnen. Um größere Sperrungen zu vermeiden, arbeiteten die Angestellten von Lichtdesigner Andreas Boehlke in kleinen Gruppen und überwiegend nachts. Für Boehlke ist die jährliche Einkleidung der mehr als 550 Bäume am Kurfürstendamm und in der Tauentzienstraße ein, wie er sagt, „Herzensprojekt“.

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Ab Dienstag wird die Weihnachtsbeleuchtung bis zum 6. Januar jeden Abend von Sonnenuntergang bis 23 Uhr zu sehen sein. Damit ergänzt sie den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz, der bereits am Montag, 24. November, um 11 Uhr eröffnet wird. Die Kritik an der fehlenden finanziellen Unterstützung der Weihnachtsbeleuchtung durch den Senat reißt derweil nicht ab. „Wir finden es weiter nicht richtig“, sagte Uwe Timm von der AG City.





