Der Ausbau des Amerika-Hauses für die Landeszentrale für politische Bildungsarbeit läuft auf Hochtouren. Das obere Geschoss im Anbau ist bereits entkernt, bald werden dort die neuen Wände gezogen. Im Untergeschoss sind die Wände bereits frisch verputzt. Im Herbst soll Umzug sein. Die Einrichtung wird ihre Büros An der Urania 4–10 aufgeben und sich am Zoo das Amerika-Haus mit C/O Berlin teilen. Die C/O-Galerie, ein privates Ausstellungshaus, war erst Ende Oktober in das denkmalgeschützte Gebäude am Zoo eingezogen. Seitdem haben sich mehr als 60.000 Besucher die Ausstellungen angeschaut, auch das Café und der Shop sind gut besucht.
„Wir haben im Amerika-Haus weit mehr Besucher als in unserem früheren Standort, dem Postfuhramt in Mitte. Über die Resonanz sind wir sehr erfreut“, sagte C/O-Sprecher Mirko Nowak auf Anfrage der Berliner Morgenpost. Mit 800 statt der 400 durchschnittlich erwarteten Besucher pro Tag kämen sogar doppelt so viele Gäste wie vorab angenommen. Darunter seien auch viele Touristen. Besonders zu Weihnachten, als sich zeitweise 2000 Gäste im Amerika-Haus die Ausstellungen anschauten, habe man das gemerkt.
Die vier Ausstellungen werden noch bis zum 16. Januar gezeigt (Eintritt zehn Euro). Danach werden vier neue präsentiert. Im Mittelpunkt stehen renommierte Fotografen und junge Talente. Im Februar erscheint zudem ein Buch zur Geschichte des Amerika-Hauses.
Die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) baut für die Landeszentrale rund 1000 Quadratmeter im Amerika-Haus an der Hardenbergstraße 22–24 aus. Vorwiegend im Anbau, der sich auf dem Hof vor dem Hotel Aletto befindet. 1,5 Millionen Euro stehen dafür nach Auskunft der BIM zur Verfügung. Der Grundausbau für die Flächen der Galerie hat nach Auskunft der BIM rund 2,6 Millionen Euro gekostet. 3300 Quadratmeter bietet das denkmalgeschützte Amerika-Haus insgesamt. Im Erdgeschoss des Hauptgebäudes entsteht ein Besucherzentrum, im rückwärtigen Anbau vor allem Seminarräume und Büros für die Mitarbeiter der Landeszentrale.
Eine verglaste Fußgängerbrücke wird das Besucherzentrum im Hauptgebäude mit dem Anbau verbinden. Im Hof wird auch ein Vorgarten entstehen, der als Aufenthaltsbereich und für Empfänge genutzt werden kann. Auch ein Aufzug wird dort noch gebaut.
Die Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin ist eine Einrichtung des Landes Berlin. Sie hat die Aufgabe, die politische Bildung überparteilich und unabhängig zu fördern. Sie wirbt für die freiheitliche Demokratie – nicht jedoch für einzelne politische Meinungen und Richtungen – und arbeitet gegen Extremismus und Gewalt. Das Amerika-Haus wurde 1956/57 für das Kultur- und Informationszentrum des United States Information Service (USIS) gebaut, das nach dem Zweiten Weltkrieg an der Einemstraße am Nollendorfplatz eröffnet worden war.





