Durch das neue Kongresszentrum City Cube rechnet die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung nicht mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen im Umfeld des Messegeländes in Berlin-Charlottenburg.

Bei der Inbetriebnahme des City Cube als Ersatz für das ICC sei nur mit einer „geringfügigen Verlagerung des Verkehrs und einer stärkeren Nutzung der im südlichen Bereich des Messegeländes gelegenen verkehrlichen Anbindung zu rechnen“, sagte Staatssekretär Christian Gaebler auf eine Anfrage der CDU im Abgeordnetenhaus.

Der Hauptanteil der Besucher werde laut einer Untersuchung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kommen. Der Anteil des motorisierten Individualverkehrs am gesamten Besucherverkehr liege laut dieser Studie nur bei zehn Prozent. 20 Prozent der Besucher kämen mit Taxis und Reisebussen.

Pläne für eine Weiterführung des ICC reifen

Auch bei den nahen Kreuzungen im Bereich des neuen Kongresszentrums wird es laut einer von der Messe Berlin in Auftrag gegebenen Verkehrsuntersuchung keine erheblichen Veränderungen geben.

Nicht auszuschließen ist laut Gaebler jedoch, dass es zusätzliche Belastungen für die Menschen in der Siedlung Am Eichkamp geben kann. Dort könnte sich der Parkdruck bei Veranstaltungen erhöhen. Daher sollen dort in Abstimmung mit dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf organisatorische Maßnahmen wie klappbare Halte- und Einfahrverbote eingesetzt werden.

Die erste Veranstaltung im City Cube ist am 10. Mai 2014 geplant. In der beliebten Kongress- und Tagungsstadt Berlin finden Veranstaltungen aus allen Wirtschaftszweigen statt. „Die Organisatoren wissen, dass sie hier ein hervorragendes Netzwerk von Politik, Wirtschaft und Verbänden vorfinden und aus einer Vielzahl von Hotels, besonderen Locations und Dienstleistern wählen können. Dazu kommt die besondere Atmosphäre einer Weltstadt. Sie bietet für jedes Event den passenden Rahmen“, sagte Heike Mahmoud, Director Conventions von Visit Berlin.

Derweil reifen die Pläne für das ICC, dessen Betriebsgenehmigung Ende Juni 2014 endet. Vorgesehen ist demnach eine Mischung aus Hotel, Tagungszentrum und Shopping-Mall. Potenzielle Investoren sind schon seit Wochen unterwegs, um politischen Entscheidungsträgern ihre Pläne vorzustellen.

bsm