Erneut ist ein Geldautomat in Berlin gesprengt worden. Er war in einer Zwischenetage des S-Bahnhofs Jungfernheide in Charlottenburg angebracht, wie ein Polizeisprecher am Freitagmorgen sagte. Die komplette Front des Automaten war durch die Wucht der Explosion zerstört worden.
Passanten hatten 3.20 Uhr einen lauten Knall gehört und die Polizei alarmiert. Verletzt wurde niemand. Die Täter waren ohne Beute geflüchtet. Womit der Geldautomat in der Nacht zu Freitag gesprengt wurde, ist noch unbekannt.
Die wegen der zunehmenden Zahl solcher Fälle gegründete Sonderkommission „Giro“ habe die Ermittlungen übernommen. Erst am Montag war der Geldautomat einer Arbeitsagentur an der Rudi-Dutschke-Straße in Kreuzberg gesprengt worden.
Der letzte Versuch in Berlin, einen Bankautomaten zu sprengen, war in der Nacht zum 2. November in Berlin-Marienfelde gescheitert. Zwar war es Unbekannten gegen 4.30 Uhr an der Kiepertstraße noch gelungen, Gas in einem Geldautomaten der Commerzbank zu leiten. Doch aus unbekannten Gründen war anschließend die Zündung fehlgeschlagen. Als Polizei und Feuerwehr eintrafen, waren die Täter bereits ohne Beute verschwunden. Der Sachschaden hielt sich somit in Grenzen.
Mit dem Auto in den Bahnhof geprescht
Am S-Bahnhof Jungfernheide hatten bereits im Januar Unbekannte einen Geldautomaten an der Max-Dohm-Straße aus der Verankrung gerissen. Damals hatten die Täter ein gestohlenes Auto benutzt, mit dem sie in die Bahnhofshalle gefahren waren. Anschließend hatten sie den Geldautomaten geöffnet und die Geldkassette entwendet.
Im September hatten zwei Männer versucht, einen Geldautomaten auf dem S-Bahnhof Heerstraße in Berlin-Charlottenburg zu sprengen. Dafür hatten sie zunächst ein Gasgemisch in den Automaten eingeleitet. Doch eine Alarmanlage wurde ausgelöst. Die Männer versuchten zu flüchten, wurden aber wenig später in Tempelhof festgenommen.
dpa/mim



