Wohnungsbau

Prenzlauer Berg bekommt 240 neue Wohnungen

Die ehemalige Kaufhalle an der Pappelallee wurde abgerissen. Es entsteht bis Ende 2020 ein siebengeschossiger Bau.

In Prenzlauer Berg entsteht ein neues Wohnquartier

In Prenzlauer Berg entsteht ein neues Wohnquartier

Foto: J.MAYER.H und Partner

Berlin. Das Ende kam schnell und geräuschvoll. Innerhalb weniger Wochen haben Abrissbagger den Supermarkt an der Pappelallee 45 zerlegt. An den Rändern der Brache in Prenzlauer Berg stützen jetzt Pfeiler das Grundstück ab und zeigen, wo sich künftig ein neues Wohngebäude hinziehen wird.

Der Projektentwickler Trei Real Estate errichtet hier bis Ende 2020 einen Neubau mit sieben Geschossen und insgesamt 240 Mietwohnungen. So wird am nördlichen Ende der Pappelallee der Blockrand geschlossen und die Fläche dichter ausgenutzt. Im Hof des Gebäudes entsteht ein Spielplatz mit Garten für die Bewohner des Hauses. Eine Begrünung soll es nicht nur dort geben, sondern auch auf den Dächern.

Ansonsten soll sich der Entwurf des Architekturbüros „J. Mayer H. und Partner“ am Altbaubestand rund um die benachbarte Gethsemanekirche orientieren. „Der Entwurf nimmt die gründerzeitlichen Strukturen und Elemente der Nachbarschaftsbebauung auf und interpretiert sie neu“, heißt es in der Projektbeschreibung. Zuvor hatte sich das Konzept in einem Wettbewerb gegen mehrere andere Vorschläge durchgesetzt.

2610 Quadratmeter Gewerbefläche

Zur Fläche von rund 17.400 Quadratmetern für die Wohnnutzung kommen 2610 Quadratmeter Gewerbefläche, die sich Rewe und andere Mieter teilen werden. Rewe war der letzte Mieter vor dem Abriss der alten Kaufhalle, die schon zu DDR-Zeiten genutzt wurde. Das Geschäft soll auf einer kleineren Fläche im Neubau wiedereröffnen. Ob es wie bisher Kundenparkplätze geben wird, ist noch offen. Vorgesehen sind 500 Fahrradstellplätze und 70 Parkplätze für die Pkw der Bewohner.

Für Diskussionen sorgte bei der Bauvorbereitung im Jahre 2017 die Fällung von 27 Bäumen. Laut Bezirksamt waren die meisten von ihnen krank und nicht zu erhalten. Der Investor leistete dennoch eine Ausgleichszahlung. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 82 Millionen Euro.

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