Polizei und Verkehr

Silvester in Berlin - Das geschah in der Nacht zu Neujahr

An Silvester waren Polizei und Feuerwehr wieder im Großeinsatz. Es gab zahlreiche Brände. In Schöneberg griffen Jugendliche Beamte an.

An der Kreuzung Pallasstraße Ecke Potsdamer Straße in Schöneberg bewarfen Jugendlich die Polizei erneut mit Pyrotechnik

An der Kreuzung Pallasstraße Ecke Potsdamer Straße in Schöneberg bewarfen Jugendlich die Polizei erneut mit Pyrotechnik

Foto: Thomas Peise

Berlin. Silvesternacht weitgehend friedlich: Die Silvesternacht in Berlin ist weitgehend friedlich verlaufen. Auch die größte Silvesterparty Deutschlands am Brandenburger Tor in Mitte verlief ohne größere Einsätze von Polizei und Feuerwehr. Vereinzelt wurden Fälle von sexuellen Übergriffen gemeldet. Zur Bilanz der Silvesternacht geht's HIER.

Jugendliche bewerfen Polizisten mit Feuerwerkskörpern: An der Kreuzung Pallasstraße Ecke Potsdamer Straße in Schöneberg haben Jugendliche die Polizei erneut mit Pyrotechnik beworfen. Auch wurde wahllos auf andere Personen gezielt. Zum Glück wurde niemand verletzt. Erst am vergangenen Sonnabend war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Die Polizei nahm eine 16-Jährige vorübergehend fest, die mehr als 40 illegale Böller bei sich hatte.

Auch die Feuerwehr berichtete über Angriffe auf Einsatzkräfte: "Was uns große Sorge macht und leider auch in dieser Nacht festzustellen war, waren Angriffe und Bedrohungen von Einsatzkräften", sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein am Neujahrsmorgen dem RBB. "Ein Kollege wurde in Lichtenrade massiv geschlagen und trug Verletzungen davon."

Silvesterrakete explodiert in Krankenwagen: Eine Feuerwerksrakete hat am Silvesterabend in Mitte ein Seitenfenster eines Krankenwagens durchschlagen und ist im hinteren Innenraum explodiert. Bei dem Vorfall in der Nähe der Partymeile am Brandenburger Tor wurde niemand verletzt, denn der Patientenraum war leer, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Die beiden Sanitäter saßen vorn in der Fahrerkabine des bereitstehenden Rettungsfahrzeugs. Ungeklärt blieb, ob die Silvesterrakete auf Irrflug war oder gezielt auf das Krankenauto abgefeuert wurde.

Zwei tödliche Böller-Unfälle in Brandenburg: Lesen Sie HIER mehr!

Großeinsatz der Feuerwehr in Neukölln: In einem Mehrfamilienhaus an der Karl-Marx-Straße in Neukölln ist in der Silvesternacht ein größeres Feuer ausgebrochen. Drei Menschen wurden leicht verletzt, wie die Feuerwehr mitteilte. Der Brand hatte in dem traditionsreichen Musikgeschäft Bading im Erdgeschoss begonnen und auf eine Wohnung im ersten Stock übergegriffen. 65 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen. Gitter in den Fenstern und eine gut verriegelte Tür zu dem Geschäft hatten den Feuerwehrleuten die Löscharbeiten erschwert. Kurz vor zwei Uhr sei der Brand unter Kontrolle gewesen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Brandursache war zunächst unklar.

Feuerwehr muss mehrere Brände löschen: An der Torstraße in Mitte brannten in der Nacht Teile eines Daches. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Feuers auf weitere Bereiche verhindern. Es wurde niemand verletzt.


An der Landsberger Allee in Lichtenberg stand kurz nach Mitternacht eine Wohnung in einem Hochhaus lichterloh in Flammen. Die Feuerwehr löschte die Flammen von außen über eine Drehleiter. Nach ersten Angaben wurde auch hier niemand verletzt.

An der Oberfeldstraße in Biesdorf brannte ein Einfamilienhaus. Der Bewohner des Hauses konnte sich selbst in Sicherheit bringen und wurde nicht verletzt. Die Feuerwehr hatte die Flammen nach rund einer Stunde unter Kontrolle.

An der Rummelsburger Straße in Friedrichsfelde ging in der Nacht in einer Kleingartenanlage eine Laube in Flammen auf. Die Feuerwehr hatte die Flammen schnell unter Kontrolle

Mann von S-Bahn eingequetscht: Am frühen Neujahrsmorgen hat sich in Marzahn ein schwerer Unfall ereignet. Am S-Bahnhof Springpfuhl wurde ein Mann verletzt, der sich im Gleisbett aufhielt. Dieser hatte zunächst auf der Bahnsteigkante gesessen und wurde von einer einfahrenden S-Bahn eingeklemmt, als er von den Schienen auf den Bahnsteig zurückklettern wollte.

19-Jähriger offenbar von Auto angefahren: In der Nacht hat ein Mann bei einem Verkehrsunfall in Marzahn schwere Verletzungen erlitten. Zeugen berichteten, dass der 19-Jährige kurz nach Mitternacht am Bordstein der Marzahner Chaussee saß und, so ihre Vermutung, von einem Autofahrer erfasst wurde. Anschließend sei der unbekannte Fahrer davon gefahren. Den Unfall selbst hatten die Zeugen nicht gesehen. Alarmierte Rettungskräfte brachten den Schwerverletzten in eine Klinik. Wie sich der Fußgänger die schweren Verletzungen zuzog, wird nun ermittelt.

Riesen-Böller zerstört Fensterscheiben und beschädigt zehn Autos: Bei einer Explosion in Neukölln sind am frühen Neujahrsmorgen mehrere Scheiben zerstört sowie Fahrzeuge beschädigt worden. Unbekannte hatten gegen 4.20 Uhr auf dem Gehweg der Kirchhofstraße einen Sprengsatz gezündet. Durch die Druckwelle flogen davon Teile umher und zerstörten mehrere Fensterscheiben im Erdgeschoss eines Wohnhauses. Zudem wurden im Radius von ungefähr 15 Metern zehn Fahrzeuge beschädigt. Verletzt wurde niemand. Die Ermittlungen dauern an.

Lagerhalle gerät in Brand: In einer rund 5000 Quadratmeter großen Lagerhalle in Spandau hat am Silvesterabend eine große Menge Bauabfälle in Flammen gestanden. 20 Kubikmeter davon brannten, wie die Feuerwehr mitteilte. Nach gut zwei Stunden war das Feuer gelöscht. An dem Einsatz beteiligten sich 65 Feuerwehrleute mit sieben Löschfahrzeugen. Wieso das Feuer ausgebrochen war, war zunächst unklar.

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Verkehrsmeldungen

Wegen der Silvesterparty am Brandenburger Tor kommt es immer noch zu folgenden Sperrungen (bis Dienstag 24 Uhr):

• Pariser Platz

• Unter den Linden zwischen Pariser Platz und Wilhelmstraße

• Wilhelmstraße zwischen Unter den Linden und Dorotheenstraße.

Wetter

Sonnige Episoden wechseln sich bei uns mit dichten Wolkenfeldern ab. Nur vereinzelt gehen kurze Regenschauer nieder. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 7 und 9 Grad. Der Wind weht mäßig bis frisch, in Böen stark aus Südwest. In der kommenden Nacht kühlt sich die Luft auf 5 bis 3 Grad ab.

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