Ermittlungserfolg

Zoll und Berliner Polizei nehmen Drogenbande hoch

In Berlin wurde einer Drogenbande das Handwerk gelegt. Nach 15 Durchsuchungen und sechs Festnahmen erließ ein Ermittlungsrichter Haftbefehle gegen vier Tatverdächtige.

Die Berliner Polizei und das Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg haben einer Drogenbande in der Hauptstadt das Handwerk gelegt. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, wurden seit vergangenem Sonnabend Verdächtige in Berlin und Nordrhein-Westfalen festgenommen und insgesamt 54 Kilo Cannabis sichergestellt.

Am Sonnabend gegen 10.15 Uhr beobachteten die Fahnder den 44 Jahre alten Hauptverdächtigen an der Schlesischen Straße in Kreuzberg, als er in ein Wohnhaus ging und anschließend mit einer gefüllten Sporttasche wieder herauskam.

Nachdem die Polizisten den Mann festgenommen hatten, entdeckten sie in einem Kellerverschlag etwa 40 Kilogramm Haschisch, das in verschlossenen Metallkisten versteckt war. Kurze Zeit später ging auch der 55 Jahre alte Mieter des Kellerraumes den Beamten ins Netz.

Im weiteren Verlauf durchsuchten die Polizisten sieben Wohn- und Geschäftsanschriften von Bandenmitgliedern und nahmen weitere Tatverdächtige im Alter von 36 und 51 Jahren fest. Bei insgesamt fünf Wohnungsdurchsuchungen am Donnerstag und Freitag beschlagnahmten die Polizisten ebenfalls Haschisch und nahmen zwei weitere Tatverdächtige im Alter von 48 und 50 fest.

Durchsuchungen bei vermeintlichen Lieferanten der Betäubungsmittel in Nordrhein-Westfalen sind vorläufig abgeschlossen.

Insgesamt wurden 15 Objekte durchsucht. Die Beamten beschlagnahmten insgesamt 54 Kilogramm Cannabis, 2,4 Kilogramm Marihuana, etwa 23 Gramm Kokain, 40 Ecstasytabletten, 26.500 Euro Bargeld, Computer, Laptops und Handys.

Vier Tatverdächtige, davon ein mutmaßlicher Abnehmer, wurden durch die Staatsanwaltschaft Berlin einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Er erließ Haftbefehle wegen Handels mit Betäubungsmitteln. Gegen die beiden anderen Festgenommenen wird weiter ermittelt.