Großer Preis von Berlin

Hitze, Hüte, Hoppegarten - Wenn Promis Pferde gucken

| Lesedauer: 3 Minuten
Annika Schönstädt

Bei bestem Wetter feiert der Große Preis von Berlin sein 125. Jubiläum. Pferde werden geduscht und die Fans suchen Schatten.

Schatten war am Sonntag auf der Galopprennbahn Hoppegarten ein rares Gut. Und so herrschte beim 125. Großen Preis von Berlin angesichts der hochsommerlichen Temperaturen dichtes Gedränge unter den Sonnenschirmen und auf der sonnengeschützten Rückseite von Aussichtstürmen. Problematisch für die Damen: Bereits ihre teils ausladenden Kopfbedeckungen nahmen dort einen großen Teil des Platzes ein. Doch Absetzen kam aus etikette- und frisurtechnischen Gründen natürlich nicht infrage. „Darunter sieht es bei diesen Temperaturen wüst aus“, erklärte Kerstin Woltmann, Ehefrau von KPM-Chef Jörg Woltmann. Dieser hatte es seiner Gattin gleichgetan und trug zum Anzug einen Panamahut.

Damit lag der Unternehmer voll im Trend. Neben den bunten, federbesetzten oder blumenverzierten Hüten der Damen wurden auf der Tribüne des Rennklubs von Tini Gräfin Rothkirch auch zahlreiche Herren mit Kopfbedeckungen gesichtet. Darunter auch Schauspieler Claus Theo Gärtner und Medienpsychologe Jo Groebel. Von einem neuen It-Piece für den Mann wollten beide aber nichts wissen. „Die Hitze“, so Claus Theo Gärtner, der gleich nach der Ankunft schon sein Jackett abgelegt hatte. Auch müsse er vor dem Start der Dreharbeiten für seine neue ZDF-Serie „Matula“ im September auf seinen Teint achten. „Ich werde ja schon braun, wenn ich mir nur Reisekataloge anschaue“, so der 72-Jährige. Kollegin Maren Gilzer hatte sich für einen luftigen Fascinator entschieden. Ihre Hündin Tinka nahm umgehend unter einem schattigen Tisch Platz.

„Bei diesem Wetter darf man auch im Gespräch schon mal die Sonnenbrille aufbehalten“, fand auch Gastgeberin Tini Gräfin Rothkirch. Weniger Glück hatte da das Servicepersonal an der Bar, das beim Servieren der kühlenden Getränke tapfer in die Mittagssonne blinzelte. Glücklich schätzen konnte sich hingegen Berlins ehemaliger Regierender Bürgermeister Walter Momper, der sich mit seiner Frau Anne über einen Platz auf der überdachten Tribüne freuen durfte.

Wesentlich luftiger war es am Sonnabend auf der Dachterrasse des „Hotel de Rome“. Dorthin hatten Tini Gräfin Rothkirch und Hoppegarten-Eigentümer Gerhard Schöningh am Vorabend des Großen Preises von Berlin geladen, um mit Gästen wie Bandleader Andrej Hermlin und Trabrennbahn-Mariendorf-Chef Andreas Haase auf ein faires Rennen anzustoßen. Trotz des ebenso warmen Sommertages wehte über den Dächern Berlins ein angenehmes Lüftchen, das zeitweilig sogar für Marilyn-Monroe-Momente bei den Damen und Fluchttendenzen bei den dekorativen Heliumballon-Pferden sorgte.

Gerhard Schöningh freute sich im Jubiläumsjahr besonders über den neuen Standort des Rennens. „Die Rückkehr des Großen Preises von Berlin nach Hoppegarten im Jahr 2011 war ein Meilenstein in der Entwicklung Hoppegartens“, so der Eigner. Zuvor war das Rennen in Grunewald, später in Düsseldorf und Hamburg ausgetragen worden.

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