Mittag mit

Tessa Mittelstaedt hätte Spaß als „Tatort“-Kommissarin

Jede Woche trifft Alexandra Kilian einen Menschen der Stadt zum Lunch. Dieses Mal: „Tatort“-Schauspielerin Tessa Mittelstaedt im „La Maison de L‘Entrecôte“ in Mitte. Es gibt: Pasta.

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Sie haben im Januar einen Sohn bekommen. Ich dachte, Sie bringen ihn mit?

Nein, er ist jetzt beim Papa. Mutter sein bereichert um Dimensionen. Jeden Tag weiß man, trotz Müdigkeit, wofür man es macht. Wenn man diesem kleinen Wesen in die Augen schaut, ist da unendliche Liebe.

Wie lange sind Sie schon mit Ihrem Kollegen Matthias Komm zusammen?

Vier Jahre. Wir sind nicht verheiratet, das finde ich auch nicht so wichtig. Wir haben uns angesehen und wussten, wir sind es füreinander. Vielleicht heiraten wir ja, wenn wir 70 sind.

Sie sind jetzt 40. Als Mutter ein besseres Alter als mit 30?

Ich glaube, dass mein Kleiner von meiner Reife profitiert. Er hat eine erfahrene Mama, die gelassener ist, beruflich und privat noch viel mehr erleben will.

Bevor Sie in Mutterschaft gegangen sind, haben Sie die letzten Folgen als Franzi im „Tatort“ gedreht.

Ja, irgendwann hat eine Kollegin zu mir gesagt: Tessa, du bist ja die Mutter aller Assistentinnen. Da wusste ich, es ist Zeit zu gehen. Vier Monate nach der Geburt stand ich wieder vor der Kamera, ebenso im Sommer. Das waren zwei sehr familienfreundliche Filmfirmen. Glücklicherweise war mein Mann dabei, um auf den Kleinen aufzupassen. Zudem habe ich zwei Hörbücher eingesprochen und schreibe gerade an einem Kurz-und Langfilm. Letzteren zusammen mit meiner Co-Autorin Niki Mommsen.

Und wollen Sie irgendwann mal selbst die Kommissarin im „Tatort“ spielen? Geht das noch oder ist man als Assistentin eines „Tatort“-Kommissars „verbrannt“?

Die Frage kann ich gar nicht beantworten. Sollte man mir die Kommissarin anbieten, würde ich mich total freuen. Natürlich käme es auf den Inhalt und die Rolle an, aber vorstellen könnte ich mir das schon. Das würde mir große Freude bereiten.
Wo und wie leben Sie in Berlin?

Wir leben im Berliner Osten, ruhig und familienfreundlich. Von da ist es nicht weit ins Berliner Umland oder an die Ostsee, wohin mein Mann und ich gerne Motorradtouren machen.


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