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Berlins wichtigste Orte für Live-Konzerte

Vom Mini-Club bis zur Multifunktionshalle: Bands und Fans können sich in der Hauptstadt richtig austoben. Morgenpost Online stellt die wichtigsten Orte für Live-Konzerte vor.

Foto: picture-alliance/ ZB

C-Halle - Konzertbühne ohne Schnickschnack

Der Gebäudekomplex wurde 1951 gegenüber dem Flughafen Tempelhof als Freizeitgelände der US Air Force errichtet. Den Truppen stand eine großzügige Sporthalle (die jetzige C-Halle) und ein Kino – das Columbia Theatre mit 400 Sitzplätzen – zur Verfügung. Erst ab Ende der 90er-Jahre dienten die Hallen als Event-Location. Das ehemalige Kino (nun C-Club) wurde zwischenzeitlich als Columbia Fritz Club vom RBB-Radiosender Fritz bespielt, der später in den Postbahnhof wechselte. Inzwischen wurde auch die Columbiahalle in „C-Halle“ umgetauft. Sie bietet 3500 Fans Platz und widmet sich vorwiegend sämtlichen Spielarten der Rockmusik. Wer einen Platz auf der Tribüne ergattert, hat den besten Blick bei den nächsten Konzerten: 18.11. 2011 Vampire Weekend, 1.12.2010 Kesha, 3.12.2010 Suede.

C-Halle - Columbiadamm 13-21, Tempelhof, U Platz der Luftbrücke, Tel. 69812814, www.c-halle.com

Magnet Club - Hier feiert die junge Musikszene

Egal ob Indietronic, Emo oder Rock: Es darf gefeiert werden. Im Magnet Club trifft sich die junge Musikszene. Seit fast zehn Jahren gibt es den Club, zuerst in Prenzlauer Berg, seit März in den alten Räumen des „103 Club“ am Schlesischen Tor. 450 Zuhörer finden in der kleinen Location mit Bühne und Dancefloor Platz. Sie erleben neue und angesagte Bands. 14.11.2010 Four Years Strong, 20.11.2010 Mikrokosmos 23, 8.12.2010 Caspian.

Magnet CluB - Falckensteinstraße 48, Kreuzberg, U Schlesisches Tor, Tel. 44008140, www.magnet-club.de

O2 World - Gigantischer Zweckbau für Superstars

Vor zwei Jahren wurde die O2 World begleitet von Protesten eröffnet. Die Riesenhalle galt vielen als Fremdkörper im alternativ geprägten Friedrichshain-Kreuzberg. Inzwischen haben sich die Gemüter jedoch beruhigt, und die neue Heimat der Eisbären und von Alba ist in der Stadt akzeptiert. 266 Konzerte für 2,75 Millionen Zuschauer fanden in den letzten zwei Jahren in dem gigantischen Zweckbau statt. Und die nächsten Stars haben sich bereits angekündigt. Simply Red spielen am 13.11.2010, Die Fantastischen Vier am 22.11.2010

O2 World - O2-Platz 1, Friedrichshain, S Ostbahnhof, Tel. 20607080, www.o2world.de

Bang Bang Club - Den Bands ganz nahe sein

Der kleine Club am Hackeschen Markt hat sich viel vorgenommen. „Wir wollen Bands bringen, die brandneu sind“, erklärt Betreiber Jacques Tiergarten. Früher arbeitete er in der Musikindustrie, managte Bands aus England und Amerika, nun hat er sich seinen Traum von einer kleinen Live-Location erfüllt. 300 Gäste passen in den Raum und stehen damit quasi fast mit der Nasenspitze an der Bühne. Aus dem Programm: 14.11.2010 Screaming Females, 17.11.2010 The School.

Bang Bang Club - Neue Promenade 10, Hackescher Markt, Mitte, S-Bahn Hackescher Markt, www.bangbangclub.net

Tempodrom - Weißes Zirkuszelt aus Beton

Die massive Überschreitung des Baubudgets sorgte einst für einen handfesten politischen Skandal. Nun hat der Bremer Ticketverkäufer Eventim das Sagen, und das für seine unterkühlte Stimmung berüchtigte Tempodrom erlebt eine Renaissance. Gruppen auf dem Sprung zur Stadionband wie Arcade Fire und Interpol (20.11.) machen hier nun Station. Die große Arena fasst 3700 Besucher. Am 23.11.2010 treten Faithless, am 27.11.2010 Kool and The Gang auf.

Tempodrom - Möckernstraße 10, Kreuzberg, S Anhalter Bahnhof, Tel. 747370, www.tempodrom.de

Huxleys Neue Welt - Der Boden vibriert mit

Seit mehr als hundert Jahren gibt es die „Neue Welt“, heute das „Huxleys“. Im Lauf der Zeit war es Varietébühne, Rollschuhbahn und Sportpalast am Rand des Volksparks Hasenheide. Nach zahlreichen Betreiberwechseln hat der Konzertveranstalter Trinity Music die Location übernommen und in einen sehr guten Konzertsaal verwandelt. Der große Raum bietet für etwa 1600 Zuschauer Platz, die von überall aus einen guten Blick auf die Bühne haben. Der Boden vibriert mit. Die Licht- und Tonanlage ist ausgezeichnet. Sogar eine Zuschauertribüne mit Sitzplätzen gibt es seit Kurzem. Konzerte: 17.11.2010 M.I.A. 25.11.2010 Youssou N’Dour, 28.11.2010 New Model Army.

Huxleys Neue Welt - Hasenheide 107-113, Neukölln, U Hermannpl., Tel. 78099810, www.huxleysneuewelt.com

Kesselhaus - Backsteinsaal als kulturelles Zentrum

Die Kulturbrauerei gibt es bereits seit 1842. Bis in die 1960er-Jahre wurde hier tatsächlich noch Bier produziert. In den 90er-Jahren folgte die liebevolle Renovierung des gesamten Geländes. Vor allem das Kesselhaus lockt die Musikgemeinde. Bis zu 1000 Zuschauer passen in der Backsteinhalle mit dem Industrie-Charme. Im kulturellen Zentrum des Prenzlauer Bergs werden auch Tanztheater und Lesungen geboten. Aber die Besucher kommen natürlich vor allem wegen der Konzerte. Am 19.11.2010 steht John Lee Hooker Junior auf der Bühne, am 30.11.2010 tritt die Band Foals auf.

Kesselhaus - Kulturbrauerei, Sredzkistraße 1, Prenzlauer Berg, U Eberswalder Straße, Tel. 44315140, www.kesselhaus-berlin.de

Astra Kulturhaus - Der Sound macht die Musik

Die Location gehört zum kleinen Imperium der „Lido“-Macher. Eröffnet wurde das Astra Kulturhaus im April 2009. Die zweiräumige Konzerthalle schloss eine Marktlücke – in der Stadt fehlte eindeutig ein Veranstaltungsraum, der etwa 1500 Besucher fasst. Früher war das Gebäude die Kantine und das Kulturhaus des Reichsbahnausbesserungswerks (RAW). Inzwischen ist das Astra Kulturhaus dank Holzfußboden und Martin-Audio-Line-Array-Musikanlage für seinen spitzenmäßigen Sound bekannt. Kein Wunder, dass Bands wie 2Raumwohnung und Elbow sowie DJ Paul van Dyk sich hier wohl fühlten. Die nächsten Konzerte: 11.11.2010 Kruder & Dorfmeister, 1.12.2010 Juli, 14.12.2010 Yann Tiersen.

Astra Kulturhaus - Revaler Straße 99, Friedrichshain, S+U Warschauer Straße, Tel. 20056767, www.astra-berlin.de

SO36 - Für Anhänger der härteren Töne

Das SO36 ist seit 1978 Heimat für Fans der härteren Gangart. Fast alle Größen des Heavy Metal und Punk standen hier auf der Bühne. Doch der Lärm ist nicht Jedermanns Sache. Kürzlich war es ein Nachbarschaftsstreit, der dem Haus beinahe den Saft abdrehte. Nun ist die Zukunft gesichert. Headbanger, Pogo-Tänzer und Stagediver können aufatmen. Neben Konzerten (24.11.2010 Helmet, 15.12.2010 Slime) lockt das SO36 mit dem Tanztee „Café Fatal“ (14.11.2010), der Roller Skate Disko (19.11.2010), den Partys „Montech“ (22.11.2010) und „Gayhane“ (27.11.2010) sowie dem „Nachtflohmarkt“ (17.11.2010).

SO36 - Oranienstraße 190, U Kottbusser Tor, Kreuzberg, Tel. 61401306, www.so36.de

Quasimodo - Kellerclub und West-Berliner Institution

Das „Quasimodo“ ist eine West-Berliner Institution. In dem 350 Menschen fassenden Liveclub muss sich niemand seine Getränke selbst an der Bar holen, sie werden serviert. Dazu gibt es hervorragende Musik. Der Schwerpunkt liegt auf Jazz, und wie es sich für einen richtigen Live-Club gehört, befindet er sich im Keller und hat schwarz gestrichene Wände, damit nichts von den Klängen ablenkt. Auf dem Programm stehen aber auch Rock-, Pop- und Folk-Konzerte, wie etwa am 19.11. Rock vom Adrian Belew Power Trio oder am 30.11. Samba von Marcos Valle.

QUASIMODO Kantstraße 12a, Charlottenburg, S Zoologischer Garten, Tel. 3128086, www.quasimodo.de

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