25 Jahre Mauerfall

Träume von der Wiedervereinigung scheinen wirklichkeitsfremd

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Foto: Krzysztof Dydynski / Getty Images/Lonely Planet Image

Am 23. März beantwortet die „Berliner Zeitung“ eine Leserfrage zum Besuch des DDR-Staats - und Parteichefs Erich Honecker 1987 in der Bundesrepublik. Renate Züchel aus Ost-Berlin hatte gelesen, eine deutsche Frage gäbe es nicht mehr. „Was war die ‚deutsche Frage‘ und warum ist sie nicht mehr offen?“, wollte sie wissen.

Die Zeitung antwortet, die Debatte sei „historisch, rechtlich und politisch“ abgeschlossen: „Es gibt heute keine offene, es gibt überhaupt keine ‚deutsche Frage‘ mehr.“ Bereits seit den 60er-Jahren sei immer deutlicher geworden, dass die Geschichte endgültig über die deutsche Frage entschieden habe. In der DDR habe die Entwicklung einer „sozialistischen deutschen Nation“ begonnen, während in der Bundesrepublik eine „kapitalistische deutsche Nation“ fortexistiere. „Träume von der Wiedervereinigung“ seien wirklichkeitsfremd, so die Antwort.