25 Jahre Mauerfall

DDR-Regierung reduziert die Anzahl von Geheimnisträgern

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Foto: Krzysztof Dydynski / Getty Images/Lonely Planet Image

Die DDR-Regierung hat die Zahl der Geheimnisträger im Lande eingeschränkt. Das wurde am 17. März 1989 aus Ost-Berliner Anwaltskreisen bekannt. Den Informationen zufolge gibt es seit Beginn des Jahres 1989 statt wie bisher vier Stufen der Geheimhaltung nur noch zwei, eine niedrige und eine hohe. Damit erhöht sich die Zahl jener DDR-Bürger, die die Möglichkeit haben, in den Westen zu reisen.

Geheimnisträger wie Soldaten, Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit oder auch viele Lehrer fallen unter die sogenannte Kontaktsperre: Sie dürfen nicht zu Verwandtenbesuchen in die Bundesrepublik Deutschland reisen oder Bekannte aus dem Westen empfangen. Jede einzelne Funktion und jede Person wird daraufhin untersucht, ob sie unter die Geheimnisschutzvorschriften fällt. Seit Januar werden die Geheimnisträger außerdem auch neu vereidigt.