25 Jahre Mauerfall

Hunderte Festnahmen bei Montagsdemonstration in Leipzig

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Mehrere DDR-Bewohner sind am 13. März 1989 in Leipzig bei einer Demonstration von etwa 600 Menschen für ihre Ausreise in den Westen festgenommen worden. Während der Kundgebung behinderten Sicherheitskräfte Kamerateams von ARD und ZDF bei der Arbeit.

Nach dem traditionellen, wöchentlich stattfindenden „Friedensgebet“ zogen die Ausreisewilligen von der Leipziger Nikolaikirche zum nahe gelegenen Marktplatz. Dabei kam es zum Teil zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit zivilen und uniformierten Beamten.

Der Zug durchbrach die von Sicherheitskräften gezogene Menschenkette und löste sich erst am Markplatz im Zentrum der Stadt wieder auf. Die „Antragsteller“ skandierten Sprüche wie „Lasst uns raus“ und „Stasi weg“. Während der etwa eine Stunde dauernden Protestaktion wurden mehrere Personen festgenommen.