25 Jahre Mauerfall

Schwarzmarkt mit illegalen polnischen Waren boomt in der DDR

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Foto: Krzysztof Dydynski / Getty Images/Lonely Planet Image

Der Schwarzhandel mit illegal in die DDR eingeführten polnischen Waren blüht. In den vergangenen Jahren boomen landesweit offizielle und wilde Flohmärkte, auf denen im wachsenden Umfang in der DDR schwer erhältliche Waren aus polnischer Produktion verkauft werden. Besonders gefragt sind bei den DDR-Bürgern etwa Textilien und Modeschmuck. Dem bisher vielfach geduldetem Treiben soll jetzt offenbar ein Riegel vorgeschoben werden.

Wie am 16. März 1989 bekannt wurde, hat das Kreisgericht Weimar zwei DDR-Bewohnerinnen wegen Zollhehlerei zu je 15 Monaten Freiheitsstrafe mit Bewährung verurteilt. Die Frauen hatten zwischen 1984 und 1988 von mehr als 40 in Weimar beschäftigten Gastarbeiterinnen illegal eingeführte Waren im Wert von mehr als 250.000 Mark übernommen und auf über 80 Trödelmärkten der DDR auf Provision verkauft.