Berliner Polizei bereitet sich vor: Aufrufe zu Gewalt verfangen derzeit nicht
Die Berliner Polizei stellt sich angesichts der Protestaufrufe der Initiative Gen Z für den 31. Oktober auf einen Großeinsatz in der Hauptstadt ein. Es werden rund 1500 Polizistinnen und Polizisten auf den Straßen sein, wie Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel mitteilte. Laut Innensenatorin Iris Spranger (SPD) unterstützt die Bundespolizei sie dabei. „Sobald es zu Gewaltexzessen kommen wird, dann hat die Polizei meine volle Unterstützung mit allen Mitteln diese Sachen zu verhindern“, betonte Spranger.
Zugleich betonte die Innensenatorin, dass die Polizei friedlichen Protest schützen werden. „Dass junge Menschen für ihre Interessen auf die Straßen gehen, ist völlig richtig“, so die SPD-Politikerin. „Die Versammlungsfreiheit ist ein hohes Gut und dieses hohe Gut werden wir schützen.“ Spranger zeigte sich zuversichtlich, dass der Berliner Polizei dies gelinge. Mit jährlich fast 7000 Demonstrationen in der Hauptstadt verfüge sie über entsprechende Erfahrung.
Nach Angaben der Polizei sind aktuell für diesen Samstag in Berlin 13 Versammlungen angekündigt, vier davon tragen demnach thematisch einen Bezug zu Halloween. Von der Initiative Gen Z sind demnach bislang zwei Versammlungen angekündigt: Eine um 14.00 Uhr am Brandenburger Tor, zu der die Veranstalter 10.000 Menschen erwarten. Ein Protestzug soll um 17.30 Uhr am Rosenthaler Platz in Mitte starten, dort sind 200 Teilnehmer angekündigt. Die Polizei rechnet mit weiteren spontanen Versammlungen.
Polizei und Innensenatorin sehen bei Schülern Besonnenheit
Laut Polizeipräsidentin Slowik Meisel gibt es „Aufrufe, die versuchen, an das Protestgeschehen in Frankreich anzuschließen“ und die versuchten, Auseinandersetzungen auf Berlins Straßen zu tragen. „Aktuell sehen wir aber keine Mobilisierung, die durch diese Aufrufe entsteht.“ Diese Aufrufe verfingen aktuell nicht. Es gebe bislang keine konkreten Hinweise auf Planungen für Plünderungen wie etwa in Frankreich.