Liebe Leserin, lieber Leser,
was wird heute wichtig? Beginnen wir mit einem Blick auf die Termine des Tages:
- KI-Videoüberwachung: Innensenatorin Iris Spranger (SPD) und Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel stellen die Technik am Kottbusser Tor vor. (9.15 Uhr, Adalbertstraße 3)
- Quantenkommunikation: Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) aktiviert mit Kai Wegner, Markus Söder und Mario Voigt ein länderübergreifendes Kommunikationsnetz. (12 Uhr, Futurium in Mitte)
- Vergewaltigungsprozess: Im Prozess gegen einen 69-Jährigen, der 14 Frauen betäubt, vergewaltigt und gefilmt haben soll, könnte das Urteil fallen. Die Staatsanwaltschaft fordert 13 Jahre Haft und Sicherungsverwahrung. (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91)
Neues aus Berlin
Noch liegen drei goldene Tage vor uns, wer das Wochenende mitzählt, kommt sogar auf fünf. Familien mit schulpflichtigen Kindern wissen, was ich meine: Herbstferien! Eine Zeit zum Durchatmen, bevor am Montag der Schulalltag wieder beginnt. Und damit arbeitsreiche zwei Wochen, bevor, zumindest am Gymnasium unseres Sohnes, die Zwischennoten für dieses Halbjahr vergeben werden. Kurz darauf steht der Elternsprechtag an.
Dabei hat das Schuljahr doch gefühlt gerade erst angefangen. Doch die Leistungskontrolle ist heute sehr viel engmaschiger, als ich es aus meiner Schulzeit in Erinnerung habe. An dieser Stelle kann ich keinen Abfall im Niveau erkennen.

Bis dahin schlagen sich die Kinder mit einem Berg an Klassenarbeiten herum. Man könnte es Klumpenrisiko nennen. Wer in dieser Zeit krank wird, hat gut zu tun, hinterherzukommen.
Krank werden allerdings auch Lehrer und Lehrerinnen. Oder sie sind aus anderem Grund verhindert und können keinen Unterricht geben. Krankheit, Kur oder Elternzeit sind die häufigsten Gründe. Dazu kommen organisatorische Aufgaben, die Zeit fressen.
Die Zahl der ausfallenden Stunden ist erheblich. Das hat meine Kollegin Nicole Dolif, Bildungsexpertin der Morgenpost, der aktuellen Bildungsstatistik der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie entnommen. An den Berliner Schulen wurde im Schuljahr 2025/26 jede siebte Unterrichtsstunde nicht regulär erteilt. Viele davon werden irgendwie vertreten. Letztlich ist es aber Unterricht, der den Kindern bei der Bewältigung des Pensums am Ende fehlt.
Besonders betroffen sind zwei Bezirke: Marzahn-Hellersdorf und Tempelhof-Schöneberg. Alle Details lesen Sie hier.
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Außerdem wichtig
Wieder Schüsse in Berlin: In Lichtenrade ist am Abend ein 47-Jähriger auf offener Straße angeschossen worden. Wie ein Zeuge der Polizei sagte, könnte es zuvor vor einem Café zu einem Streit gekommen sein. Julian Würzer weiß weitere Details.

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Berliner können mitreden: Müll, Baugerüste und unangenehme Gerüche: Der Bahnhof Frankfurter Allee gilt als „Ekel-Hotspot“. Jetzt wollen Architekten Ideen entwickeln, wie der Ort attraktiver werden könnte. Berliner können eigene Vorschläge einbringen, berichtet Leonard Laurig.
Händler fürchten um Weihnachtsgeschäft: Nach dem Absturz eines Fassadenteils ist der Bereich rund um den Steglitzer Bierpinsel teilweise gesperrt. Die Folgen bekommen auch die Händler an der Schlossstraße zu spüren. Jetzt werden erste Forderungen nach Unterstützung laut – bis hin zu Ersatzflächen für betroffene Geschäfte, berichtet Katrin Lange.

Am Stau vorbei: Jahrelang steckte die M10 auf der Invalidenstraße gemeinsam mit den Autos im Stau. Jetzt fährt sie einfach daran vorbei. BVG und Senatsverkehrsverwaltung haben den Straßenraum neu aufgeteilt und einen Fahrstreifen für Autos gesperrt. Mit beachtlichem Erfolg. Jessica Hanack erklärt, wie das möglich ist.
Starten Sie gut in den Mittwoch!
Ihre Heike Dietrich
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