Es ist der schlimmste Cyberangriff, den die Berliner Verwaltung bisher erlebt hat. Mitte August war bekannt geworden, dass es eine Cyberattacke auf Berliner Landesbehörden gegeben hatte. Die Hacker wollten zwei Millionen Euro Lösegeld in Bitcoin erpressen. Die Berliner Landesregierung erklärte aber, dass sie sich nicht erpressen lasse, und zahlte nicht. Nach Ablauf der Frist am Freitag wurden rund 1,4 Millionen Dateien zum Download angeboten, laut „Spiegel“ versehen mit dem Kommentar „Viel Spaß, Datenjäger“.

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Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte am Freitagabend bereits einen Termin. Er habe gemeinsam mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) an der Eröffnung der Basketball-Weltmeisterschaft der Frauen teilgenommen, die erstmals seit 28 Jahren wieder in Deutschland, und zwar in Berlin stattfinde, teilte eine Senatssprecherin auf Anfrage mit. Zuvor hatten mehrere Berliner Medien darüber berichtet. Nach Angaben der Senatskanzlei sei er aber über die Veröffentlichung der von Hackern gestohlenen Daten auf dem Laufenden gehalten worden.
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Auch die Innensenatorin war mit Wegner in der Halle
„Der Regierende Bürgermeister ist selbstverständlich stets über den Stand des Daten-Leaks und die Ermittlungen und Untersuchungen von Landeskriminalamt Berlin (LKA) und den betroffenen Senatsverwaltungen auf dem Laufenden gehalten worden“, so die Sprecherin.
Auch Innen- und Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) verfolgte das Spiel in der Halle. „Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass die Sportsenatorin das Eröffnungsspiel besucht“, teilte ein Sprecher ihrer Senatsverwaltung mit.
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„Mit dem Turnier schaut die Basketballwelt für zehn Tage auf unsere internationale Sporthauptstadt. Damit erhalten der Frauen-Basketball und die 22.000 Berliner Sportlerinnen und Sportler, die in Basketballvereinen aktiv sind, die Bühne, die sie verdienen“, sagte der Sprecher.
Am ersten Tag des großen Stromausfalls spielte Wegner Tennis
Die Auswertung der gestohlenen Daten erfolge im Übrigen durch die Verantwortlichen der betroffenen Verkehrs- und der Bauverwaltung und durch die Senatskanzlei, nicht durch die Innen- und Sportverwaltung.
Wegner stand monatelang in der Kritik, nachdem er am ersten Tag des großen Stromausfalls Anfang Januar Tennis spielen gegangen war, das zunächst aber verschwiegen hatte. Mitte Juli gab er seinen Rückzug als CDU-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl bekannt, nachdem die Diskussionen über Ungereimtheiten und falsche Angaben zu seinem Krisenmanagement im Zusammenhang mit dem Stromausfall nach einem Brandanschlag auf das Stromnetz nicht abgerissen waren.
dpa/tok








