In Berlin und Brandenburg erkranken immer mehr Menschen an schwarzem Hautkrebs. Das geht aus einer aktuellen Analyse der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) hervor. Die Zahlen für die Region sind besorgniserregend: Im Zehnjahresvergleich von 2014 bis 2024 verzeichnet Berlin einen Zuwachs von 43 Prozent bei den Behandlungen, in Brandenburg liegt das Plus bei 50 Prozent.

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Der Anstieg ist kein regionales Phänomen, sondern bundesweit zu beobachten. Deutschlandweit waren im vergangenen Jahr 28 Prozent mehr KKH-Versicherte wegen eines bösartigen malignen Melanoms – des schwarzen Hautkrebses – in ärztlicher Behandlung als noch vor zehn Jahren. Schwarzer Krebs gilt als bösartig und potenziell lebensgefährlich.
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Hautkrebs-Fälle: Sachsen mit stärkstem Anstieg in zehn Jahren
Zwischen den Bundesländern zeigt sich beim Zehnjahresvergleich jedoch ein deutlicher Unterschied. So verzeichnete Sachsen einen Zuwachs beim schwarzen Hautkrebs von rund 83 Prozent. In Bayern liegt der Anstieg bei 43 Prozent, genauso wie in Berlin.
Noch deutlicher fiel der Anstieg beim weißen Hautkrebs (Basalzell- und spinozelluläres Karzinom) aus. In Sachsen verdoppelte sich die Zahl der Betroffenen binnen zehn Jahren, in Sachsen-Anhalt lag das Plus bei 75 Prozent und in Thüringen bei rund 67 Prozent.
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Hautkrebs-Risiko steigt mit dem Alter und intensiver UV-Strahlung
Sowohl schwarzer als auch weißer Hautkrebs treten vermehrt bei Menschen ab 55 Jahren auf. Das Risiko, an Krebs zu erkranken, steigt vor allem, wenn die Haut jahrelang immer wieder ungeschützt der Sonne ausgesetzt ist und sich die Schäden summieren, wie KKH-Ärztin Aurelia Tegtmeyer erklärte. Wichtig sei daher, Sonneneinstrahlung und vor allem die Mittagssonne zu vermeiden, lange, luftige Kleidung und Kopfbedeckungen zu tragen sowie unbedeckte Hautstellen großzügig mit Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor einzucremen.
Vielen sei nicht bewusst, dass UV-Strahlung auch durch Wolken dringt, erklärte Tegtmeyer. Bei bewölktem Himmel sei die Haut also nicht automatisch geschützt. „Deshalb sollte Sonnenschutz zur alltäglichen Routine werden – unabhängig davon, ob die Sonne gerade sichtbar scheint oder nicht.“
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Selbstbeobachtung hilft, Hautkrebs-Risiko frühzeitig zu erkennen
Wichtig ist laut der Ärztin außerdem die regelmäßige Selbstbeobachtung. Veränderungen bei Größe, Form oder Farbe eines Pigmentflecks, sollten zeitnah ärztlich abgeklärt werden. Besonders wachsam sollten Menschen mit heller Haut und vielen Pigmentflecken sein.
Auch eine familiäre Vorbelastung oder eine berufsbedingt hohe Sonneneinstrahlung durch Arbeit im Freien könnten das Risiko erhöhen, heißt es in der Analyse. Die KKH weist zudem darauf hin, dass gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre einen Anspruch auf ein kostenloses Hautkrebs-Screening haben.
mit afp










