Mit nach oben gestreckten Armen liege ich auf der Pritsche, die mit einem leisen Surren in die Röhre rollt. Aus einem Lautsprecher ertönt die Stimme der medizinischen Assistentin: „Jetzt tief einatmen und die Luft anhalten.“ Die Pritsche fährt vor und zurück. Dann darf ich ausatmen.
Dreimal geht das so. Mein Brustkorb ist in Schichten „fotografiert“ worden: Lungenkrebs-Screening, bezahlt von der Krankenkasse. Seit April haben starke Raucher und Ex-Raucher Anspruch auf diese Art der Früherkennung. Die Zahl der Krebstoten soll dadurch gesenkt werden. In Deutschland sterben jedes Jahr etwa 45.000 Menschen an Lungenkrebs. Ich habe schwitzige Hände. In wenigen Minuten werde ich erfahren, ob ich einen Tumor habe.





