Zum Artikel „Robustheit und gestalterische Kraft – So sollen die ersten Hochhäuser am Gleisdreieck aussehen“ vom 25. August

In der Berliner Morgenpost vom 25. August konnte man die neuen Hochhäuser am Gleisdreieck bewundern. Also wieder die „Berliner Kiste“. Viereckige, langweilige Industriebauten, die wohl nur auf gute Quadratmeter-Mietpreise ausgerichtet sind. Wie lange lassen sich die Berliner noch diese Bauten gefallen? In der ganzen Welt gibt es gute Architekturen, nicht nur in Dubai. Kann man der Architekturmafia in Berlin nicht einmal das Handwerk legen? Die ganze Stadt wird überwiegend nur noch mit solcher einfallslosen Kistenarchitektur verschandelt. Hierfür auch einen Architektenpreis auszuloben, zeigt, wie einfältig unsere Baupolitik in Berlin ist.

Dieter Walther, per Mail

Erschreckende Einfallslosigkeit ist mein erster Eindruck vom„Siegerentwurf“. Gibt es denn keine Architekten mehr, die ihr Handwerk gelernt haben? Wie kommt es immer wieder zu solchen architektonischen Entgleisungen? Entwürfe, die bereits achtjährige Kinder zu Papier bringen können. Wo ist die Raffinesse der Baukunst geblieben, wo sind die Rundungen und Absätze? Inzwischen ist Berlin bereits voll von Schuhkartons mit Fenstern. Enttäuschend!

Hans-Jörg Brand, per Mail

Zum Artikel „Innensenatorin Spranger widerspricht ihrem SPD-Spitzenkandidaten“ vom 25. August

Dass der Zaun um den Görli ein teures, überflüssiges und für alle Zeiten vandalismusgefährdetes Objekt bleiben wird, haben viele Kritiker dem Bürgermeister vor Baubeginn zu vermitteln versucht – ohne Erfolg. Nun denn, dass es jetzt kurz vor der Wahl nötig ist, dieses Thema für den Wahlkampf zu verwenden, zeigt, dass Herr Krach doch nicht über genug diplomatisches Geschick für einen Regierenden Bürgermeister verfügt.

Dietmar Astfalk, per Mail

Zum Artikel „Senat investiert nur 1,7 Millionen Euro für sichere Schulwege“ vom 25.08.

Wenn ich Theater subventioniere und diverse Events, die alle von unseren Steuern gestützt werden, dann ist eben kein Geld mehr im Haushalt für Butter und Brot. Wenn Sie, die Kulturschreiber, lieber ein Schwimmbad vor der Volksbühne oder die Love Parade und 100 kleine Kulturevents mit Steuergeldern unterstützt haben wollen, dann müssen Sie sich nicht wundern, wenn für die essenziellen Investitionen kein Geld mehr da ist. Ich wiederhole: „Erst kommt das Fressen“ – also Bildung, Gesundheit, Wohnen, ÖPNV, Sicherheit – und dann die Kunst. Solange das hier anscheinend große Teile der Parteien nicht begreifen, wird es immer mehr Protestwähler geben. Kunst, vielleicht einfach etwas weniger, kann man sich leisten, wenn die Grundbedürfnisse ausreichend befriedigt sind. Ihre Überschrift muss daher heißen: „300.000 € für Volksbühnen-Schwimmbad – weniger Geld für Schulwege.“ Das wäre ehrlich. 

Hubertus von Goertzke, per Mail

Zum Artikel „Die Spitzenkandidaten streiten – doch in einem Punkt sind sie sich einig“, vom 25.08.

Von Streit und Meinungen, die sich deutlich von der Konkurrenz abhoben, habe ich wenig vernommen. Alle Kandidaten beteuerten, dass ihre Parteien Berlin sicherer, sauberer, grüner, Wohnungen bezahlbarer, und den Verkehr pünktlicher machen wollen, die Bildungsmisere angehen und vor allem die Finanzprobleme lösen wollen. Selbst die AfD-Kandidatin vertrat in der Migrationsfrage Auffassungen, die ich so noch nicht von ihrer Parteispitze gehört habe, und die beim Publikum Staunen hervorriefen. Lediglich gegen Ende kam so etwas wie Streit auf. Was ich mir persönlich noch gewünscht hätte: wenigstens eine Kandidatin oder Kandidaten mit einem erkennbaren Berliner Dialekt. Dennoch: Diese Veranstaltung der Berliner Morgenpost war für jeden, der unvoreingenommen zuhören wollte, ein großer Gewinn.

Lothar Nieber, per Mail

Zum Artikel „BVG erklärt Berlin zur Stadt der Liebe“, vom 25.08.

Soeben Potsdamer Str. in Zehlendorf, Höhe Nordschule: Ich fahre mit meinem Roller 30km/h Richtung Wannsee. Erstens, weil es vorgeschrieben ist, zweitens, weil ich mit Schulkindern rechne. Da werde ich von einer Frau mit Kind, die auf dem Mittelstreifen steht, angesetzt, warum ich so langsam fahre. Leute, geht‘s noch? Was ist aus dieser Stadt geworden? Parallel lese ich: Berlin wird zur Stadt der Liebe erklärt. Gibt es eine Parallelwelt, die ich nicht kenne?

Andreas Veit, per Mail

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