Liebe Leserin, lieber Leser,

  • Gewalt an Schulen: CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers und Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch besuchen die Kant-Oberschule in Steglitz. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen gegen Gewalt und Radikalisierung an Berliner Schulen.
  • Schwimm-Demo gegen Badeverbot in der Spree: Um Wahlkampf geht es auch am Nachmittag am Schinkelplatz. Dort findet die Demonstration „101 Jahre Badeverbot abwählen!“ statt. Mit dabei: Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp, Volksbühnen-Intendant Matthias Lilienthal und Mittes Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger.

Neues aus Berlin

Wer schon einmal einen Hackerangriff erlebt hat, für den kommt das nicht überraschend: Fünf Tage nach dem Angriff auf Teile der Berliner Senatsverwaltungen sind die Probleme noch nicht gelöst. Die Behebung des Problems werde noch einige Tage dauern, teilte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner am Mittwochnachmittag mit. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die beiden Verwaltungen schnellstmöglich wieder ans Netz zu bekommen. Aber es wird noch einige Tage dauern“, sagte der CDU-Politiker.

Berlin sei „Opfer eines Hackerangriffs geworden“, so Wegner. Der Vorfall „war ernst und ist ernst“. Nach ersten Kenntnissen seien aber keine sensiblen Daten abgeflossen, betonte er. 

Sensibel könnte allerdings das sein, was ein IT-Fachmann aus Frankfurt/Main im Netz gefunden hat. Der „7. Umsetzungsbericht E-Government-Gesetz Berlin und IKT-Zukunftsbericht“ vom 27. März 2026 hat 163 Seiten. Der Bericht ging von der Senatskanzlei des Regierenden Bürgermeisters und dem Staatssekretär für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung an den Ausschuss für Digitalisierung und Datenschutz und die Präsidentin des Abgeordnetenhauses, berichtet Helge Denker.

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Der Bericht soll regelmäßig „die Entwicklung der Open-Source-Nutzung, digitale Souveränität sowie nachhaltige und sozialverträgliche Beschaffung der Berliner IT-Hardware umfassen“, heißt es in dem Auftrag. Für die, die sich auskennen, ist der Bericht eine wahre Fundgrube: Er listet ausführlich den Stand der IT-Projekte des Senats auf. Jedes Projekt sei dabei mit einem Ampel-Symbol versehen, das, je nach Status, grün, gelb oder rot zeige.

Das Dokument liste zwar nicht explizit Schwachstellen in der IT der Berliner Verwaltung auf. Es sei aber für potenzielle Angreifer sehr nützlich. „Eine gute Informationsbasis“ nennt es der IT-Experte Christopher Helm, der 2016 eine KI-Firma gegründet hat. In seinem Blog schreibt er über diese Themen.

Erneut ein Beispiel dafür, wie leicht Daten über sensible Infrastruktur zu bekommen sind? In der Redaktionskonferenz fühlten wir uns am Mittwoch jedenfalls sehr an den Angriff auf das Stromnetz erinnert. Alle spannenden Details lesen Sie hier.

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Außerdem wichtig

Hier ist es gefährlich: Bis zum 30. Juni hat die Polizei bereits 11.237 Straftaten an Alexanderplatz, Hermannplatz, Hermannstraße, Görlitzer Park, Kottbusser Tor, Warschauer Brücke und Rigaer Straße registriert. Das entspricht in etwa dem Vorjahresniveau. Während der Alexanderplatz mit 2274 erfassten Delikten wie auch in den Jahren zuvor trauriger Spitzenreiter in Sachen Kriminalität bleibt, gibt es an anderer Stelle auffällige Veränderungen, berichtet Dennis Meischen.

Bibliotheken werden zur Staatsaufgabe: CDU und SPD wollen vor der Wahl noch ein lange diskutiertes Projekt beschließen. Büchereien sind nicht länger ein freiwilliges Angebot, berichtet Joachim Fahrun.

Wie der Schulweg sicherer wird: Kurz vor dem Schulstart in Berlin rückt das Thema der Verkehrssicherheit wieder mehr in den Blickpunkt. Uwe Karck, Vizepräsident der Landesverkehrswacht, betont, dass es für sichere Schulwege mehrere Bausteine braucht – und die Anordnung von Tempo 30 nicht überall die richtige Lösung oder ausreichend ist. Was außerdem wichtig ist, haben Jessica Hanack und Pia Pentzlin aufgeschrieben.

Ich wünsche Ihnen einen wunderbaren Donnerstag

Ihre Heike Dietrich

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