• Welche Alternativen zum „Wahl-O-Mat“ bei der Berlin-Wahl 2026 gibt es?
  • „Wahl-Swiper“, „Sozial-O-Mat“, „Party-Check“: Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe an Entscheidungshelfern
  • Wen wählen? Hier finden Sie die wichtigsten Tools im Überblick

Der Wahlomat gilt als Gold-Standard: Wer vor der Berlin-Wahl 2026 einen Schnell-Check der Parteien vornehmen möchte, kommt an dem interaktive Tool nicht vorbei. 38 Thesen gilt es zu beantworten. Als Ergebnis erhält man eine recht zuverlässige Wahlempfehlung – oder zumindest einen Anlass, sich ausführlicher mit den Wahlprogrammen und Versprechen der Parteien auseinanderzusetzen.

In diesem Jahr ist der Berliner Wahlomat am 24. August erschienen, rund drei Wochen vor der Wahl am 20. September. Zu finden ist er dann unter www.wahl-o-mat.de.

„WahlSwiper“ als Alternative zum Wahlomat

Wer aber schon vorher den Test machen will, hat die Wahl zwischen mehreren Alternativen. Zu den bekannteren Wahlomat-Alternativen zählt der „WahlSwiper“, der einem sehr ähnlichen Muster folgt, allerdings auf die durch „Tinder“ bekannte Wischtechnik setzt. Auch beim „WahlSwiper“ gibt es 38 Fragen, die mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden müssen. Fragen können außerdem übersprungen oder doppelt gewichtet werden. Die Fragen stammen aus allen relevanten Politikbereichen: Bildung, Sicherheit, Digitalisierung, Migration, Kultur & Medien, Umwelt oder Verkehr.

Bei der Auswertung haben Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit, alle zur Wahl stehenden Parteien auszuwählen – oder Parteien auszuschließen. Anschließend werden die Parteien mit den größten Übereinstimmungen aufgelistet. Die Auswahl der Fragen entsteht laut Betreibern der Seite mit Unterstützung von Politikwissenschaftlern der Universität Freiburg. Und wie werden die Antworten der Parteien ermittelt? Dazu schreiben die Macher des „WahlSwipers“: „Jede Partei erhält unseren Fragebogen und übermittelt die Antworten auf unsere Fragen und die dazugehörenden Begründungen direkt an uns.“

„Party-Check“ will „wissenschaftliche Alternative“ sein

Während Wahlomat und „WahlSwiper“ auf die Selbsteinschätzung der Parteien setzen, beanspruchen die Macher des „Party-Checks“, eine wissenschaftliche Alternative entwickelt zu haben. Das Tool der Universität Potsdam basiert „auf der neutralen Analyse unabhängiger Politik-Expertinnen und -Experten“. Damit sei der „Party-Check“ ein zusätzlicher Parteien-Test, „der den Wahl-O-Maten sinnvoll“ ergänze. Für die Berlin-Wahl 2026 steht das Tool aktuell noch nicht zu Verfügung.

„Sozialomat“ mit Fokus auf soziale Fragen

Der „Sozial-O-Mat“, veröffentlicht von der Diakonie Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, lenkt den Fokus auf Fragen aus den Bereichen Wohnen, Gesundheit & Pflege, Armut & Gesellschaft, Migration & Integration sowie Kinder & Jugend. „Über 17.500 Kinder sind in Berlin wohnungslos. Familien sollen nicht durch Zwangsräumung ihre Wohnung verlieren“ lautet etwa eine der 20 Thesen, denen man zustimmen oder nicht zustimmen kann. Auch hier erhalten Nutzerinnen und Nutzer eine Liste der Parteien mit den meisten Übereinstimmung.

„Real-O-Mat“ wertet Abstimmungsverhalten der Abegordneten aus

Der sogenannte Real-O-Mat der gemeinnützigen Internet-Plattform „FragDenStaat“ basiert nicht auf Wahlversprechen und eigenen Aussagen der Parteien, sondern betrachtet das tatsächliche Abstimmungsverhalten von Abgeordneten, wie die Transparenz- und Rechteplattform mitteilte.

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Der „Real-O-Mat“ wurde den Angaben zufolge erstmals zur Bundestagswahl 2025 zur Verfügung gestellt. Bei der Wahlhilfe zur Abgeordnetenhauswahl können sich die Nutzer zu 15 Forderungen der vergangenen Legislaturperiode positionieren. Anschließend erfahren sie, welche Fraktion deckungsgleich abgestimmt hat und sehen auch, wie die Positionen begründet wurden. Zudem werden Anträge und Debatten zum Nachlesen verlinkt.